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Fr., 17.10.2014

Handball-Kreisliga: HSG Vlotho-Uffeln fährt Sonntag zum Spitzenspiel nach Möllbergen  Gemischte Gefühle 

HSG-Trainer Gunnar Schrader (Mitte) muss derzeit noch viel eingreifen und seine Mannschaft korrigieren. Insbesondere bei den Neuzugängen sind die Spielkonzeptionen noch nichts ins Blut übergegangen, so dass der Coach gegen Möllbergen eine ganz schwere Partie erwartet.

HSG-Trainer Gunnar Schrader (Mitte) muss derzeit noch viel eingreifen und seine Mannschaft korrigieren. Insbesondere bei den Neuzugängen sind die Spielkonzeptionen noch nichts ins Blut übergegangen, so dass der Coach gegen Möllbergen eine ganz schwere Partie erwartet.

Vlotho (VD). Es ist so gekommen wie von Gunnar Schrader befürchtet. Drei Wochen lang hatte der Trainer von Handball-Kreisligist HSG Vlotho-Uffeln mit seiner Mannschaft kein Spiel. Statt die Zeit zum intensiven Training zu nutzen, haben die Übungseinheiten aber eher unter »widrigen Umständen« gelitten.

»Es kam mal wieder geballt. Ob Urlaub, Krankheit oder Verletzung, nie konnte ich mit der kompletten Mannschaft trainieren. Dadurch sind wir etwas aus dem Rhythmus gekommen«, sagt Schrader. Und das zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt, denn am Sonntag, 15.30 Uhr, steht das schwere Auswärtsspiel bei Tabellenführer TuS 09 Möllbergen an. Zwar ist die HSG derzeit Zweiter und damit wartet ein echtes Spitzenspiel auf die Zuschauer, Schrader geht aber eher mit gemischten Gefühlen in die Partie. »Das ist ein Derby, die Motivation wird dementsprechend hoch sein. Aber das wird eine ganz, ganz schwere Kiste. In der vergangenen Saison haben wir uns da abkochen lassen. Möllbergen ist auf jeder Position gut besetzt.«

Das ist seine Mannschaft zwar auch, es fehlt allerdings noch an der Feinabstimmung. Nach den schwerwiegenden Abgängen von Nils Südmeier und Thorben Hanke musste sich die HSG umstellen. Junge Leute aus der A-Jugend wurden integriert. In der Abwehr klappt das bisher sehr gut. In den drei Saisonspielen – alle drei gewann die HSG – kassierte die Mannschaft nur 65 Gegentore. Anders der Angriff. »Früher konnte sich das Team auf Nils und Thorben verlassen, jetzt müssen die anderen selbst etwas tun«, meint Gunnar Schrader, der – wie wohl jeder Trainer – sowohl eine gute Defensive als auch eine gute Offensive sehen will. »Beides zusammen hat noch nicht geklappt.

Dabei ist die Abwehr für ihn die Schlüsselstelle. »Wenn wir da gut stehen, gewinnen wir Bälle und können schnell nach vorne.« Hat der Gegner Zeit, sich zu finden, wird es schwierig für die HSG. »Wir haben neue Spieler, bei denen die Konzepte noch nicht ins Blut übergegangen sind. Gegen Möllbergens kompakte Abwehr könnten wir uns die Zähne ausbeißen«, sagt Schrader. Zumal Möllbergens Torwart Nico Dittmann als ehemaliger HSG-Spieler die Vlothoer Wurfbilder gut kennt.

Doch Schrader hält auch große Stücke auf seine Neuzugänge: »Das sind ausnahmslos engagierte Spieler. Aber sie sind jung und können noch nicht mit viel Erfahrung glänzen.« Trotzdem sei etwa ein Janis Brandt sehr abgeklärt. »Und wenn Hendrik Thies auf Außen den Ball bekommt, kann ihn so schnell keiner halten«, lobt der HSG-Trainer die jungen Leute.

Bis auf Marvin Kohlstädt (nach Knieproblemen noch nicht fit) und den an der Schulter angeschlagenen Jan Körner stehen Schrader am Sonntag wohl alle Spieler zur Verfügung. »Alle Wehwehchen sollten überwunden sein.«

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