Di., 27.02.2018

FC Exter baut Vorstand um – Platz sorgt für Frust – Ackermann geehrt »Es ist ein Trauerspiel«

Der leicht veränderte Vorstand des FC Exter: (oben von links) Peter Lange, Geschäftsführer Christian Steinbach, 2. Vorsitzender Nils Frohloff, Kai Ellersiek, Jörg Niemeier, Andy Wilkinson, Yvonne Lange, (unten von links) Janusz Witt (1. Fußballobmann), Michael Sawadski.

Der leicht veränderte Vorstand des FC Exter: (oben von links) Peter Lange, Geschäftsführer Christian Steinbach, 2. Vorsitzender Nils Frohloff, Kai Ellersiek, Jörg Niemeier, Andy Wilkinson, Yvonne Lange, (unten von links) Janusz Witt (1. Fußballobmann), Michael Sawadski.

Von Alexander Grohmann

Vlotho-Exter (VZ). Der FC Exter kann bei seiner Jahreshauptversammlung eine Rekordbeteiligung verzeichnen. Rund 70 Vereinsmitglieder sind auch gekommen, um sich beim leidigen Thema Sportplatz auf den neuesten Stand zu bringen. Bei den Vorstandswahlen gab es nur leichte Veränderungen.

Kontinuität an der Spitze

Kontinuität herrscht an der Spitze des Vereins: Der langjährige Vorsitzende Peter Lange ließ sich für eine weitere Amtszeit wählen. Nach zwölf Jahren auf eigenen Wunsch ausgeschieden ist Rüdiger Minz als 2. Vorsitzender. Nachfolger ist der bisherige Fußball-Obmann Nils Frohloff. Dessen Amt übt nun Torwart-Routinier Janusz Witt aus. Die weiteren Posten bekleiden Christian Steinbach (Geschäftsführer), Michael Sawadski (Jugendleiter) Yvonne Lange (Kassiererin) und Jörg Niemeier (Sozialwart). Andy Wilkinson und Kai Ellersiek sind Kassenprüfer.

Zentrales Thema des Abends ist die Debatte um den maroden Sportplatz des Vereins, der in dieser Saison bislang kaum für den Trainings- und Spielbetrieb genutzt werden konnte. Wie berichtet, hat sich der FCE im Rahmen der städtischen Bestandsaufnahme aller Sportstätten für den Bau eines Kunstrasenplatzes stark gemacht. Ein Thema, das die Mitglieder bewegt. In Scharen strömen sie zur Versammlung.

Prioritätenliste bis April

Einen neuen Stand konnte der Vorstand nicht vermelden. »Eine Entscheidung, welche Maßnahme die Stadt zuerst als förderwürdig einschätzt, fällt wohl frühestens Ende des Jahres«, vermutet Steinbach. Bis April soll die Prioritätenliste vorliegen. Danach wird dann in den zukünftigen Ausschüssen beraten. Fakt ist: Der Ist-Zustand sorgt für Frust. »Es ist ein Trauerspiel«, sagt Steinbach.

Der Wintereinbruch verschärft die Notlage. Durch die Kälte konnten die Fußballer das eigene Geläuf auch in diesem Jahr bislang nicht nutzen. »Nach dem Frost kommt die Matsche. Dann reden wir von Ostern, wenn wir das erste Mal auf den Platz können«, sagt Steinbach, der auf erst zwei Heimspiel-Sonntage in dieser Saison verweist. »Das ist alarmierend, denn dadurch gehen uns wichtige Einnahmen verloren. Wo soll das Geld herkommen?«, fragt er.

Derzeit behelfen sich die Seniorenkicker mit dem Kunstrasenplatz am Gymnasium und Einheiten in der Soccer-Halle. Dramatisch ist die Situation auch für den stark gewachsenen Jugendbereich. Immer wieder muss bei den Trainingseinheiten umdisponiert werden. »Es war kein schönes halbes Jahr. Alle sind unzufrieden, alle haben nur das Thema im Kopf«, sagt Steinbach.

Nur acht Wochen Zeit für die Spiele

Der FC Exter kann nur hoffen, dass die Stadt den Handlungsbedarf erkennt. Schließlich leidet auch das Vereinsleben. Ironie der Geschichte: Wenn der Rasenplatz voraussichtlich im April endlich genutzt werden kann, währt die Freude nur kurz. »Wir haben dann acht Wochen für Spiele. Ab Juni wird der Rasen für die besten Monate wieder gesperrt, weil er für die nächste Saison gelocht, gesandet und gedüngt werden muss«, so der FCE-Geschäftsführer.

Es gibt beim FC Exter aber auch etwas zu feiern. Gegen Ende der Versammlung brandet Applaus auf, als Bernd Ackermann für 60-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet wird. Hartmut Richter (ebenfalls 60 Jahre) ist nicht anwesend. Einen Treue-Bonus in Form von Nadeln und Urkunden erhalten auch weitere Mitglieder.

15 Jahre: Volker Nentwig, Janusz Witt, Marc Schellenberg, Marc Häusler, Wolfgang Frohloff (silberne Vereinsnadel).

25 Jahre: Michael Sawadski, Wolfgang Brandt (goldene Nadel).

40 Jahre: Eckhard Steuer, Rüdiger Brinker (besondere Ehrung).

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