Mi., 21.03.2018

Organisator Bruno Papenhoff muss für das Hallensportfest eigene Hürden bauen Sportler springen über Abflussrohre

Eric Schrader fliegt unter Mithilfe von SGE-Trainer Bruno Papenhoff beim Stabweitsprung durch die Sporthalle.

Eric Schrader fliegt unter Mithilfe von SGE-Trainer Bruno Papenhoff beim Stabweitsprung durch die Sporthalle. Foto: Florian Weyand

Von Florian Weyand

Vlotho (WB). Bei der Organisation des Hallensportfests muss Bruno Papenhoff nicht nur über Hürden springen, sondern sie auch selbst bauen. Weil in Vlotho die Hindernisse für den Hürdenlauf fehlen, greift der Leichtathletik-Trainer der SGE Exter zum Werkzeugkasten und baut Hindernisse aus Abflussrohren. Über die Hürden der Marke Eigenbau springen zahlreiche Kinder.

»Das war meine eigene Idee, man muss sich nur zu helfen wissen«, sagt Bruno Papenhoff, der als Organisator des Hallensportfestes alle Hände voll zu tun hat. Um den 77 startenden Leichtathletik-Talenten möglichst viele Disziplinen anbieten zu können, muss Papenhoff improvisieren. Nicht nur die Hürden (»Ich habe sie in Originalgröße nachgebaut«) sind Marke Eigenbau. Auch die Hochsprunganlage muss erst in die Sporthalle des Wesergymnasiums geschafft werden. »Die Ständer kommen aus der Grundschule in der Stadt, die Latte ist aus Exter. Nur die Halle gehört zum Wesergymnasium«, berichtet Papenhoff. Und der Stab für den Stabtiefsprung? »Den habe ich selbst gekauft«, sagt der Sportfest-Organisator. Beim Thema Sportausrüstung hinkt die Stadt Vlotho nocj etwas hinterher.

Lasse Simon überliegt beim Hochsprung 1,23 Meter. Foto: Florian Weyand

Die 77 Leichtathleten, die aus dem ganzen Kreis Herford ins Wesergymnasium reisen, lassen sich den Spaß aber nicht vermiesen. In sechs Disziplinen messen sich die Kinder und Jugendlichen und haben mächtig Spaß. Denn nicht nur der Wettkampfgedanke steht im Vordergrund. »Alle sind mit viel Ehrgeiz dabei, aber wir wollen die Kinder natürlich spielerisch erreichen«, sagt Papenhoff. Vom Konzept der SGE Exter macht sich mit Dieter Elpel auch der Kreisvorsitzende der Leichtathleten vor Ort ein Bild. »Er möchte so ein Sportfest auch bei sich organisieren«, verrät Papenhoff.

Die beste Ausdauer hat Timo-Alexander Streeck (SGE Exter), der die zehn Hallenrunden in 3:47 Minuten meistert und damit als einziger aller Starter unter der Marke von vier Minuten bleibt. Im Hürdensprint zeigt der Exteraner Felix Cronjaeger die beste Leistung des Tages und meistert die Distanz in 6,1 Sekunden.

Auch im Hochsprung hat Cronjaeger eindeutig die Nase vorn, überfliegt 1,58 Meter. Bestes Mädchen ist Greta Kühn (SGE Exter), die 1,32 Meter schafft. Im Schlagballwurf hat ein Löhner die Nase vorn. Tim Gräfe wirft 33 Meter weit. Viel mehr geht in der Sporthalle auch nicht. Ansonsten würde der Ball an die Wand klatschen. Ein richtig guter Allrounder ist Mattis Büsching (SGE Exter). »Er hat in allen Disziplinen gute Ergebnisse erzielt«, sagt Bruno Papenhoff.

Sprinten um die Wette: Carlo Hanke (von links), Luca Paul Schürmann und Pascal Niedik. Foto: Florian Weyand

Bei der anschließenden Siegerehrung erhalten die Sportler die Pokale aus den Händen von Bürgermeister Rocco Wilken und Guido Koch, dem Vorsitzenden des Stadtsporverbands. Sie könnten Bruno Papenhoff zukünftig etwas Arbeit abnehmen – und finanzielle Mittel für die Anschaffung von Hürden bereitstellen.

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