Mi., 06.06.2018

SC Vlotho vollzieht Umbruch – Suche nach Offensivspieler – Pokal auf dem Plan Hallo, wir sind die Neuen!

Holm Hebestreit (rechts) und Volker Braunsdorf (links) mit den Neuzugängen (oben v.l.) Patrick Günther, Daniel Stichling, Manuel Kottmeier, Tino Müller, Yoann Heisinger, (unten v.l.) Laurant Dragusha, Noah Dingemann, Mikail Colak, Mehmet Colak und Aziz Cakmak.

Holm Hebestreit (rechts) und Volker Braunsdorf (links) mit den Neuzugängen (oben v.l.) Patrick Günther, Daniel Stichling, Manuel Kottmeier, Tino Müller, Yoann Heisinger, (unten v.l.) Laurant Dragusha, Noah Dingemann, Mikail Colak, Mehmet Colak und Aziz Cakmak.

Von Alexander Grohmann

Vlotho (WB). Erst umjubelter Klassenerhalt, dann notwendiger Umbruch: Neun Akteure hat Fußball-Landesligist SC Vlotho bereits im Mai verabschiedet. Zehn Neue haben sich vor kurzem auf dem Winterberg vorgestellt. Vor Ort beim ersten Beschnuppern war auch der zukünftige Coach Holm Hebestreit.

Die Laune beim Landesligisten war einen Tag nach der Rettung durch den 2:1-Sieg in Brakel natürlich bestens. »Mir geht es gerade prima«, sagte Volker Braunsdorf nach einer langen Party-Nacht vergnügt. Vlothos Interimscoach wird sich nach seiner geglückten Rettungsmission in Zukunft wieder auf die bewährte Tätigkeit als Co-Trainer an der Seite von Hebestreit konzentrieren. Zunächst geht es heute für »Brauni« und Co. aber nach Mallorca, wo die Nichtabstiegsfeier fortgesetzt wird.

Der 44-jährige Hebestreit, der vom TuS Tengern auf den Winterberg gewechselt ist, teilte seinem künftigen Kader im Vereinsheim schon einmal seine Vorstellungen mit. Auch den Vorbereitungsplan hatte der frühere Verteidiger selbstverständlich dabei. Trainingsstart ist der 8. Juli.

Mit dem TuS Tengern verpasste der Coach als Vierter knapp den Aufstieg. Pikant: Am Ende fehlten ausgerechnet die drei Punkte, die Hebestreits alte gegen seine neue Elf aus Vlotho beim 0:1 im Rückspiel liegen gelassen hatte. Dafür konnte sich der »Lange« über die SCV-Rettung in letzter Sekunde freuen. Eine gute Entschädigung. Den Klassenerhalt hatte sich das Team mit einer furiosen Rückrunde gesichert. »Das ist genau die Vlotho-Mentalität, auf die ich mich hier gefreut habe.«

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Ich freue mich auf diese Vlotho-Mentalität.

Trainer Holm Hebestreit

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Vor dem ehrgeizigen Coach, der die Landesliga nach sechs Jahren in Tengern aus dem Eff-Eff kennt und von seinem Team in der vergangenen Woche als Abschiedsgeschenk eine Jürgen-Klopp-Biographie überreicht bekam, liegt eine Menge Arbeit. Nach Abgängen von Leistungsträgern wie Benjamin Holt, Christian Franz, Jannik Schling, Joscha Kachel oder Marcel Czinski muss Hebestreit eine neue Vlotho-Elf basteln.

Bei den Neuzugängen ließen die Verantwortlichen Kreativität walten, suchten vor allem Talente mit Entwicklungspotenzial. »Was wir wollen, sind junge, leistungswillige Spieler. Was ich nicht mehr will, ist dieses branchenübliche Vereinswechselspiel, wo es Jahr für Jahr darum geht, zu den Klubs zu wechseln, die am meisten bieten«, sagt der Vorsitzende Leo Lammert. »Wir wollen über Umfeld und Trainergespann attraktiv sein. Beide können gut mit jungen Spielern arbeiten«, so Lammert.

Aktuell kommt Hebestreit auf 21 Akteure. Auf Benjamin Bley (Kreuzbandriss) und den aus der eigenen A-Jugend hoch gerückten Patrice ­Yoann Heisinger (Schien- und Wadenbeinbruch) kann der Coach aber zunächst nicht zählen. Der Mittelfeldspieler markierte bis zu seiner Verletzung in der A-Liga immerhin 17 Tore.

Wieder im Kreispokal dabei

Fest steht: Der SCV will sich nach dem Klassenerhalt vor allem offensiv noch einmal nennenswert verstärken. Dass die Spielklasse weiter die Landesliga ist, könnte den Reiz für potenzielle Neuzugänge erhöhen. Der Kader besitzt aber auch jetzt schon interessante Kicker, darunter mit Noah Dingemann (TBV Lemgo) und Aziz Cakmak (TuS Horn-Bad Meinberg) auch zwei Stürmer.

Als bis dato letzter Zugang stieß mit Laurent Dragusha ein junger Verteidiger vom Bezirksligisten TSV Oerlinghausen dazu. Bezirksliga-Erfahrung weist auch Patrick Günther auf. Der Defensivspieler vom TBV Lemgo hatte sogar noch ein besonderes »Abschiedsspiel«: Im Kreispokal-Finale holte er mit dem TBV durch einen 3:1-Sieg nach Verlängerung gegen den VfL Lüerdissen den Pott.

Apropos Kreispokal: Dort mischt auch der SC Vlotho in der kommenden Saison nach längerer Pause wieder mit. »Wir haben für den Wettbewerb gemeldet«, berichtet Holm Hebestreit. Spannende neue Zeiten beim SCV.

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