Mo., 25.03.2019

Volleyball: Aufstieg ist in der Relegation im Mai noch möglich 1:3 – TuS Bonneberg verspielt die Meisterschaft

Die Blicke der Bonneberger Spieler sagen alles: Die Meisterschaft ist nach dem 1:3 verspielt.

Die Blicke der Bonneberger Spieler sagen alles: Die Meisterschaft ist nach dem 1:3 verspielt.

Von Lars Krückemeye

Vlotho. »Landesliga, Landesliga«, schallte es gestern Mittag von der Tribüne der Vlothoer Grundschule. Doch es waren nicht die zahlreich erschienenen Fans des TuS Bonneberg, die da feierten. Den Aufstieg in eben diese Spielklasse bejubelte das als Zuschauer in zivil erschienene Team des TuS Knetterheide.

Denn die Bonneberger Volleyballer verpassten zuhause die Bezirksliga-Meisterschaft mit einer 1:3 (13:25, 25:23, 16:25, 18:25)-Niederlage am letzten Spieltag gegen den 1. VC Minden II. Knetterheide, das am vorletzten Spieltag ebenfalls gegen Minden verloren hatte und am Sonntag spielfrei war, blieb damit Erster.

Gleichwohl ist der Aufstieg für den TuS Bonneberg noch möglich, denn am 10./11. Mai nimmt der TuS an einer Relegationsrunde mit einem weiteren Vizemeister und einem Landesligisten teil.

Zwei Stammspieler fehlen

»Wir waren heute die schlechtere Mannschaft«, gestand Trainer Ralf-Peter Lenz nach der verdienten Niederlage. Gegen die junge Mindener Mannschaft machte sich das Fehlen der Stammspieler Jan Steffens und Michael Höhnert bemerkbar, hinzu kamen zu viele Fehler bei der Annahme. »Wir haben den Ball ja teilweise fast nur noch rübergepritscht«, sagte Lenz. Zudem funktionierte die Abwehr gegen die starken Mindener Angreifer Damir Cebotar und Samuel Schellenberg nicht wie geplant. Die beiden Talente kommen bereits in der Mindener Oberliga-Mannschaft zum Einsatz.

 

Der erste Satz war zunächst ausgeglichen. Doch vom 10:12 gerieten die Bonneberger immer deutlicher in Rückstand (12:20) und verloren nach nur 23 Minuten mit 13:25. Den Gastgebern fehlte ganz einfach die Durchschlagskraft, um zu punkten, hinzu kamen ein paar Missverständnisse.

Schiedsgericht aus Minden

Im zweiten Durchgang sah es zunächst nicht besser aus. Beim Stand von 1:6 war Lenz bereits zur ersten Auszeit gezwungen. »Es geht nicht um den letzten Ball, sondern um den nächsten«, munterte er sein Team auf. Zwar ging dieser nächste Ball auch noch an die Mindener, doch vom 1:7-Rückstand erholte sich der Gastgeber schnell, glich zum 9:9 aus, ging beim 10:9 erstmals in Führung und setzte sich auf 16:13 ab. Minden schaffte zweimal den Ausgleich und mit einem Fehlaufschlag vergab Bonneberg den ersten Matchball. Den Punkt zum 25:23 aber schenkten die Gäste mit einem Fehlaufschlag – 1:1.

Im dritten Satz kamen erstmals die Emotionen ins Spiel. Bonneberg fühlte sich bei ein paar Entscheidungen im Nachteil und kassierte vom Schiedsgericht (gestellt von der SG VC/GWD Minden) sogar eine Gelbe Karte. »Das war unschön, aber daran hat es nicht gelegen«, betonte Ralf-Peter Lenz zurecht. Über 9:14, 11:17, 14:19 und 15:23 ging der Satz schließlich mit 16:25 verloren – bezeichnenderweise mit einem Fehlaufschlag zum 25. Punkt.

Aus 12:8 wird 13:23

Den 1:2-Rückstand schien der TuS Bonneberg gut zu verkraften, zeigte zu Beginn des vierten Satzes gutes Blockspiel und führte mit 7:3, 10:6 und 12:8. Allein, danach ging fast nichts mehr. Den Gastgebern unterliefen unter anderem zwei Fehlaufschläge, Minden zog beim 13:13 gleich und war nun nicht mehr zu stoppen. Auch zwei Auszeiten und Spielerwechsel änderten daran nichts mehr. Spätestens beim 13:23 war das Spiel entschieden und beim 18:25 auch die Meisterschaft verspielt.

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