Di., 09.04.2019

Verein kämpft gegen möglichen Abriss – Senioren und Nachwuchs wären betroffen TuS Bonneberg sorgt sich um Sporthalle

Langjährige Mitglieder des TuS Bonneberg: Geschäftsführer Sascha Weber (rechts) zeichnet in der Jahreshauptversammlung die Jubilare des Vereins aus.

Langjährige Mitglieder des TuS Bonneberg: Geschäftsführer Sascha Weber (rechts) zeichnet in der Jahreshauptversammlung die Jubilare des Vereins aus. Foto: Gisela Schwarze

Von Gisela Schwarze

Vlotho (WB). Der TuS Bonneberg könnte ein echtes Problem bekommen, sollte die Sporthalle der Grundschule Bonneberg bald nicht mehr zu nutzen sein. Der Umgang mit dem durchaus möglichen Abriss war das beherrschende Thema in der Jahreshauptversammlung.

Zu beneiden sind Vorsitzende Anette Wiele, Geschäftsführer Sascha Weber, Kassenwartin Simone Linnenbecker (alle wiedergewählt) und die weiteren Verantwortlichen nicht. Denn wichtige Entscheidungen müssen getroffen werden, damit die Halle für den TuS nicht aus dem Verkehr gezogen wird. Der nach der Sportstättenbegehung mögliche Abriss sei für das Vereinsleben tödlich, lautete die überwiegende Meinung.

Demo vor dem Rathaus?

»Die Fußballer sind wir bereits losgeworden. Wollen wir die Kinder auch noch loswerden?«, fragte der ehemalige, langjährige Vereinsvorsitzende Axel Mowe. Übungsleiterin Melanie Windmöller-Gök sprach die Meinung der überwiegenden Mehrheit aller Anwesenden aus: »Wir müssen Gespräche mit dem Bürgermeister führen, mobil machen und alle Hebel zum Erhalt der Sporthalle in Bewegung setzen. Wir könnten ja mal vor dem Rathaus demonstrieren.« Umgehend meldeten sich Vertreter der Seniorengruppen zu Wort: »Da machen wir mit!«

Nun stellt sich für den 717 Mitglieder starken TuS Bonneberg die Frage: Wie könnte für den Verein eine Übernahme als Träger der Halle aussehen? Die einhellige Meinung: Die Bonneberger Ortsgemeinschaft und alle übrigen ansässigen Vereine für eine Lösung mit ins Boot holen.

Einmal Rasenmähen kostet 250 Euro

Die zweite Immobile, die im Verein nach einer Entscheidung verlangt, ist das Borstenbach-Stadion. Die Fußballer als Hauptnutzer sind gegangen. »Das Sportstätten-Nutzungskonzept hat den Platz abgeschrieben, deshalb bekommen wir vom städtischen Bauhof keine Unterstützung mehr in der Platzpflege«, sagte Anette Wiele. Für jedes vom Bauhof vorgenommene Rasenmähen seien nun 250 Euro zu zahlen: »Das können wir uns nicht leisten.« Zurzeit habe der Verein den Platz der Hundeschule Kari Renner zur Nutzung überlassen. Abzuwarten bleibe, ob sich daraus eine Untervermietung ergeben könnte. »Wenn wir den Platz aufgeben, ist eine Kündigung des Pachtvertrags zum 30 Juni 2020 möglich«, erklärte Wiele.

 

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