Mo., 07.01.2019

Die Universität Bielefeld wird 50 Grund zum Feiern

Die Universität Bielefeld

Die Universität Bielefeld Foto: Thomas F. Starke

Von Sabine Schulze

Die Universität feiert in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag – und die Stadt soll zu verschiedenen Anlässen mitfeiern. Denn längst ist die Universität in der Stadtgesellschaft angekommen, nachdem die Bielefelder anfangs ein wenig fremdelten: diese Langhaarigen, die plötzlich vermehrt im Stadtbild auftauchten...

Das ist heute vergessen, es gibt allen Grund, das Jubiläum eines Bielefelder »Leuchtturms« zu feiern. Die Universität ist ein belebendes Element und eine kulturelle Bereicherung für die ganze Stadt, hat für eine »Szene« und bunte Kneipenlandschaft gesorgt. Und natürlich ist sie ein Wirtschaftsfaktor. Zum einen natürlich, weil sie den wissenschaftlichen Nachwuchs der Region und für die Region ausbildet – nicht ausschließlich, aber doch entscheidend.

Von diesem Wissenstransfer profitieren die Unternehmen nicht unerheblich: Sie bekommen gut ausgebildete, produktive und innovative Fachleute – und können zudem bei der Rekrutierung von Mitarbeitern darauf verweisen, in einer Universitätsstadt zuhause zu sein.

Wirtschaftliche Impulse

Wirtschaftliche Impulse gibt es zudem durch vielfältige Forschungskooperationen zwischen Universität und hiesigen Unternehmen und Institutionen – ob es sich um Miele oder die Stadtwerke Bielefeld handelt. Auf breiterer Ebene institutionalisiert ist das Miteinander zum gegenseitigen Nutz und Frommen von Hochschulen und Wirtschaft der Region im Cluster »It’s OWL«. Zu dieser Vernetzung hat die Universität Bielefeld entscheidend beigetragen.

Dazu kommen aber auch positive Effekte durch Ausgründungen mit Beschäftigungseffekten auf lokaler und regionaler Ebene. Eine Studie des Stifterverbandes ermittelte bundesweit eine Wertschöpfung von 190 Milliarden Euro durch die Hochschulen – Bielefeld ist dabei.

Messbare Effekte

Zu den messbaren Effekten gehört auch die Nachfrage durch die Hochschulangehörigen: Die 25.000 Studenten und knapp 3000 Mitarbeiter der Universität wollen wohnen und essen, gehen ins Kino oder Theater und kaufen ein. Wo eine Universität ist, ist das Pro-Kopf-Einkommen höher und die Arbeitslosenquote geringer.

Die Universität selbst ist zudem Marktteilnehmer, Arbeitgeber, Nachfrager – von Lebensmitteln bis zu Forschungsgeräten – und gerade in den vergangenen Jahren und noch auf Jahrzehnte hinaus Bauherr. Alle Baumaßnahmen waren und sind zudem eine Investition in die Zukunft, durch strategische Entscheidungen gut vorbereitet. Profiteur sind auch die Stadt und das Land.

Wissenschaftliche Leistungen

Nicht zuletzt gehört zu den Pluspunkten der Universität, dass sie Bielefeld auf die Landkarte gebracht hat: Die wissenschaftlichen Leistungen können sich sehen lassen, viele Forscher haben eine hohe internationale Reputation. In einer Serie stellen wir einige von ihnen vor.

Aber nicht nur sie: »50 Jahre, 50 Köpfe« porträtiert stellvertretend für viele Professoren, nicht-wissenschaftliche Mitarbeiter und Studenten dieser Universität, die allen Grund hat, den Geburtstag zu feiern. Zum Auftakt hat die Juristin Gertrude Lübbe-Wolff von ihrer Beziehung zur Uni Bielefeld erzählt. 49 weitere Hochschulangehörige (und auch Ehemalige) werden folgen

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