Fr., 25.01.2019

200 Studenten wirken an Uni-Jubiläumsprojekt mit – Mit Video »Mit dem Körper etwas ausdrücken«

Bielefeld (WB). Etwa 200 Studenten haben am Donnerstagabend an dem Uni-Jubiläumsprojekt »Principles in Motion« (Leitbilder in Bewegung) der Abteilung Sportwissenschaft im Audimax teilgenommen. »Sich nicht rein funktional zu bewegen, sondern allein mit dem Körper etwas auszudrücken – das ist das Schwierige für die Studenten, die bisher nicht viel mit Tanz zu tun haben«, erklärt Dr. Uta Czyrnik-Leber.

Sie hatte die Idee, sich den eigenen Ansprüchen der Universität tänzerisch zu nähern. Dank der finanziellen Förderung zum 50-jährigen Bestehen der Uni setzte sie diese nun seit Herbst 2018 mit den Studenten um.

Dabei hat sie auch mit externen Choreografen zusammengearbeitet, etwa mit Gianni Cuccaro vom Theater Bielefeld. Seine Gruppe E-Motion beschäftigte sich mit dem Leitsatz »Wir eröffnen und erweitern Horizonte«. Wie auch in den anderen Gruppen seien die Choreografien fast ausschließlich aus Ideen der Studenten entstanden. »Wir haben uns dem Thema assoziativ genähert«, erklärt Cuccaro.

Die Ergebnisse der nur wenige Monate dauernden Vorbereitung wussten am Donnerstagabend zu überzeugen.

Auch Medizinische Fakultät ist ein Thema

Gekonnt wurden Vergangenheit und Zukunft der Universität mit den neu definierten Ansprüchen der Hochschule verbunden. So wurde passend zum Leitsatz »Wir schaffen Raum für mutige Ideen« etwa an Niklas Luhmann erinnert. Der nicht nur Soziologen bekannte Zettelkasten des Systemtheoretikers schaffte es so in getanzter Form auf die Bühne.

Auch die Medizinische Fakultät in Gründung stand im Rampenlicht. Die Sportstudenten stellten zum Leitsatz »Wir entwickeln den Reformgedanken weiter« die Herausforderung dar, die viele im Zusammenhang mit der Medizinischen Fakultät empfinden – symbolisch gezeigt durch eine metergroße Spritze.

Mit viel Selbstreflexion gingen die Studierenden das Thema Gender Mainstreaming an. Unter Leitung von Tiago Monquinho hatten sie sich zunächst mit den vermeintlich typisch männlichen und typisch weiblichen Bewegungen befasst und schließlich ihre Rollen getauscht. »Dabei haben wir schon früh festgestellt, dass es den Frauen deutlich leichter zu fallen scheint, die eher männlichen Bewegungen umzusetzen, als es umgekehrt der Fall ist«, erklärt Czyrnik-Leber.

Auf der Bühne schließlich küssten die Studentinnen stolz ihren Bizeps und gingen auf die Knie, als wollten sie ihren mittanzenden Kommilitonen einen Heiratsantrag machen.

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