Di., 30.07.2019

Folge 29: Moderator beim Campusradio »Hertz 87,9« der Universität Bielefeld Lukas Bartsch lässt von sich hören

»Ich hatte schon immer ein großes Mitteilungsbedürfnis«: Lukas Bartsch ist Moderator beim Campusradio »Hertz 87,9«.

»Ich hatte schon immer ein großes Mitteilungsbedürfnis«: Lukas Bartsch ist Moderator beim Campusradio »Hertz 87,9«. Foto: Bernhard Pierel

Von Sabine Schulze

Bielefeld (WB). Keine Frage: Von Lukas Bartsch wird man noch hören. Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen, zumal der 24-Jährige bereits jetzt von sich hören macht: als Moderator beim Uni-Radio Hertz 87,9.

Lukas Bartsch studiert an der Universität Bielefeld Anglistik und im Nebenfach Soziologie. Wie es nach dem Studium weitergehen soll, weiß er schon genau: »Nach dem Bachelor möchte ich beim WDR oder beim NDR ein Volontariat machen.« Die Chancen, dass das klappt, stehen gut: Der 24-Jährige arbeitet bereits jetzt freiberuflich für den Sender 1Live.

Das nötige Rüstzeug hat er in den vergangenen Jahren beim Bielefelder Campusradio erworben. »Ich hatte schon immer ein großes Mitteilungsbedürfnis«, sagt er schmunzelnd über sich selbst. Schon in seinem Jahr beim Bundesfreiwilligendienst bei der Diakonie Wuppertal hat er kleine Porträts über deren Mitarbeiter verfasst. Mit Vergnügen unterhält und informiert er andere und bietet Orientierung – denn auch das soll ein Moderator leisten. Da er zudem gerne schreibt und kreativ ist, lag es für ihn als junger Student nahe, einmal bei dem Ausbildungsradio der Universität hineinzuschauen. Dabei ist es dann nicht geblieben.

Ehrenamtlich und unentgeltlich

»Ich habe mich sofort in das Medium verliebt«, sagt er. Und tatsächlich mache ihm die Arbeit für Hertz 87,9 – die ehrenamtlich und unentgeltlich erfolgt – mehr Spaß als das Studium. »Man kann hier alles ausprobieren, was man möchte.« Was ausdrücklich nicht bedeutet, dass die Moderatoren dilettieren: Alle werden vielmehr gut vorbereitet und von den »alten Hasen« angeleitet. »Das beginnt beim Schreiben: Denn Schreiben fürs Hören ist einfach etwas anderes.« Und weil man nicht durch Bilder veranschaulichen kann, muss man sich zuweilen etwas einfallen lassen, um Dinge »rüberzubringen«, zum Beispiel kleine Sketche.

Zu den handwerklichen Fähigkeiten kommen dann technische Fertigkeiten – von der Aufnahme über den Schnitt bis zum »Bespielen« des Schaltpultes während der Moderation. Die wiederum ist auch ein Thema für sich: »Man muss deutlich sprechen.« Das hat Lukas Bartsch bei einer ehemaligen Radiomitarbeiterin gelernt. Sein Tipp: Zu versuchen, mit einem Korken zwischen den Lippen zu sprechen, sei ein gutes Sprechtraining.

Weil die Themen, die Hertz 87,9 behandelt, so vielfältig sind und von der Hochschulpolitik über Sport bis hin zu Kino reichen, gibt es Ressorts und Zuständigkeiten. Lukas Bartsch ist der Fachmann für »Games«, für Videospiele. Alle zwei Wochen stellt er Neuerscheinungen vor, und natürlich besucht er einschlägige Messen. Dabei gehe es nicht nur ums Zocken, sondern darum, die Spiele zu bewerten und Handreichungen zu geben, betont er.

Über Spenden und Semesterbeiträge finanziert

Über den Äther ist das Campusradio, das über Spenden und einen kleinen Teil der Semesterbeiträge finanziert wird, in einem Umkreis von gut 20, 25 Kilometern zu empfangen. »Über Internet-Stream sind wir aber weltweit zu hören.« Etwa 50 Aktive gestalten die Beiträge derzeit und wählen die Musik aus (möglichst lokal und alternativ), als Voraussetzung müssen sie lediglich Neugierde und Kreativität mitbringen. »Bei uns machen junge Leute, die sich gerade erst für das Studium eingeschrieben haben, ebenso mit wie über 60-Jährige, die am Studieren ab 50 teilnehmen.«

Als Ausgleich zum Studium und der täglichen Arbeit für Hertz 87,9 spielt Lukas Bartsch gerne Fußball: Er ist Stürmer in der dritten Mannschaft des TuS Quelle, die in der Kreisliga C spielt. Nach Bielefeld ist der Wuppertaler im Übrigen der Liebe wegen gekommen: Seine Freundin, die er nach dem Abitur in Neuseeland kennengelernt hat, studiert ebenfalls an der Universität.

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