Fr., 25.01.2019

Bauarbeiten zwischen Bahnübergang und Hövelhofer Schulzentrum starten im Juli Bald gilt Tempo 30 auf der Sennestraße

Die Sennestraße in Hövelhof wird von Juli an saniert. Anschließend wird die Buswendeschleife am Schulzentrum barrierefrei umgebaut.

Die Sennestraße in Hövelhof wird von Juli an saniert. Anschließend wird die Buswendeschleife am Schulzentrum barrierefrei umgebaut.

Von Meike Oblau

Hövelhof (WB). Nach der Umgestaltung der Sennestraße wird zwischen Bahnübergang und Schulzentrum Tempo 30 gelten. Das und viele weitere Fakten haben Landrat Manfred Müller sowie Mitarbeiter des Kreisbauamtes, des Hövelhofer Bauamtes und Planer Günter Drilling auf einer Bürgerversammlung bekannt gegeben.

Die Bauarbeiten waren im vergangenen Jahr verschoben worden , damit sie nicht mit der Sanierung der Schloßstraße kollidieren – da aber auch dieses Projekt 2018 nicht angegangen wurde, finden die Maßnahmen nun doch zeitgleich statt. »Damit werden in diesem Jahr die beiden Hauptschlagadern Hövelhofs sozusagen am offenen Herzen operiert. Das könnte dramatisch werden mit Sperrungen, langen Umleitungen, Staus und Ausweichverkehr in Wohnstraßen, aber da müssen wir durch«, sagte Bürgermeister Michael Berens.

Vollsperrung am Rathaus in den Sommerferien

Die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt sind am Henkenplatz vor dem Asia-Restaurant gestartet . Eine erste Vollsperrung an der Paderborner Straße nahe der Sparkasse sei zu erwarten, wenn dort die Verkehrsinsel verlegt werde, eine weitere Sperrung gibt es an der Schloßstraße, wenn auch der dortige Fahrbahnteiler einen neuen Platz bekommt. Auch am Elli-Markt (Bielefelder Straße) müsse zeitweise gesperrt werden, wenn die gepflasterten Flächen in der Fahrbahn saniert werden. Die längste Sperrung mit einer Dauer von bis zu acht Wochen droht direkt am Rathaus und soll in den Sommerferien geschehen.

Mit Beginn der Ferien sollen im Juli auch die Arbeiten an der Sennestraße beginnen. Dort »buddeln« sich die Bagger vom Bahnübergang in Richtung Schulzen­trum vor. Nicht nur die Fahrbahn wird erneuert, sondern auch die Kanäle und Leitungen im Untergrund. Außerdem bekommt die Straße beidseitig Schutzstreifen für Radfahrer. Das soll auch dazu führen, dass Radler demnächst nicht mehr »auf der falschen Seite« unterwegs sind. Geparkt werden kann am Straßenrand künftig nicht mehr.

Zusätzliche Bushaltestellen an der Sennestraße

Am Ende der Baumaßnahme wird 2020 auch die Buswendeschleife am Schulzentrum erneuert. Auch dort darf dann nicht mehr geparkt werden, weder von Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen wollen, noch von Bullis, die zum Beispiel behinderte Kinder zur Schule fahren.

Entgegen erster Planungen reichen die zunächst angedachten vier Haltebuchten für Busse nicht aus, daher kommen zwei weitere Haltestellen direkt auf der Sennestraße dazu. Gerade die Haltestelle in Fahrtrichtung Ortskern, direkt vor einer neuen Verkehrsinsel gelegen, sorgte für Diskussionen in der Versammlung. »Sie blockieren damit doch den Verkehr aus der Senne in Richtung Ortskern«, sagte ein Teilnehmer. »Das bestätige ich«, so Planer Günter Drilling. Bauamtsleiter Andreas Markgraf sagte, an dieser Stelle sei die Haltestelle für den Padersprinter vorgesehen und nicht für Schulbusse: »Das heißt, wir reden von einer Haltezeit von ein bis zwei Minuten, so lange müssen die Autofahrer dann eben warten.«

Kritik an neuer Planung

Busfahrerinnen, die an der Versammlung teilnahmen, äußerten die Befürchtung, ungeduldige Autofahrer könnten trotz Verbots links an der neuen Verkehrsinsel vorbeifahren, um wartende Busse zu überholen, während gleichzeitig Kinder die Straße überquerten, die den Bus erreichen wollten.

Im vergangenen Jahr hatte es bereits eine erste Bürgerversammlung gegeben . Hier wurde die Forderung nach Tempo 30 geäußert. »Wir haben Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt und die Anwohner haben recht: Auf der Sennestraße wird zu schnell gefahren«, sagte Landrat Manfred Müller. Nach dem Ende der Bauarbeiten gelte daher zwischen Schule und Bahnübergang Tempo 30. Ob das noch weiter bis in den Ortskern durchgezogen werden könne, müsse geprüft werden.

Zudem sei in Höhe der Jägerstraße eine weitere Verkehrsinsel sowie nahe des Schulzen­trums ein neuer Zebrastreifen angedacht, um den Verkehr auszubremsen. Ein genauer Bauzeitenplan sowie Infos über Sperrungen und Umleitungen sollen Anfang Juli auf einem weiteren Infoabend vorgestellt werden. »Dann kennen wir auch die bauausführende Firma«, sagte Landrat Müller.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6343004?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F5540633%2F