Fr., 28.06.2019

Verkehrssituation in Wewer: Verwaltung setzt auf Einbahnstraßen Schranke ist wohl Geschichte

Seit dieser Woche ist die Schranke in dem rechten Arm der Wasserburg in Richtung Alter Hellweg wieder geöffnet – allerdings im nördlichen Abschnitt nur in Fahrtrichtung Alter Hellweg, um Schleichverkehr zu verhindern.

Seit dieser Woche ist die Schranke in dem rechten Arm der Wasserburg in Richtung Alter Hellweg wieder geöffnet – allerdings im nördlichen Abschnitt nur in Fahrtrichtung Alter Hellweg, um Schleichverkehr zu verhindern. Foto: Oliver Schwabe

Von Maike Stahl

Wewer (WB). Die aus Sicht etlicher Bürger verfahrene Verkehrslage in Wewer aufgrund der Hellweg-Baustelle hat am Donnerstag auch den Bauausschuss beschäftigt. Der stellvertretende Ordnungsamtsleiter Norbert Kaese stellte dabei in Aussicht, dass die Schranke in der Wasserburg geöffnet bleibt und ein Einbahnstraßensystem etabliert wird.

Sowohl die Grünen als auch die SPD hatten eine Reihe von Fragen zur Situation gestellt, nachdem Anwohner sich massiv darüber beklagt hatten, dass der Verkehr sich durch die Sperrung in der Wasserburg völlig ungleich in den engen Ortsstraßen verteile (wir berichteten am 13. Juni). Gerade in der schmalen Lanfert, die Fußgängern und Radfahrern kaum Schutz biete, seien chaotische Verhältnisse zu beklagen.

»Weder Wasserburg noch Lanfert sind für die Aufnahme des Umleitungsverkehrs geeignet«, stellte Stefan Schwan (Grüne) fest. »Wenn man aber einen Schleichweg dicht macht, hätte man auch auf der anderen Seite reagieren müssen. Sonst ist es kein Wunder, wenn die Bürger sich beschweren.« Norbert Kaese erläuterte daraufhin, dass die Sperrung der Wasserburg veranlasst worden sei, weil die Stadt mit erheblichem Durchgangsverkehr dort gerechnet habe. Zudem habe es eine Anwohnerinitiative für die Schranke gegeben. »Wir wollen aber niemanden ärgern. Wir tun unser Bestes«, versicherte er.

Weweraner ärgern sich über kurzfristige Verlegung der Sitzung

In diesem Fall hätten sich die Verkehrsströme anders entwickelt als bei der Ausweisung der großräumigeren Umleitungsstrecken erwartet. Das Ordnungsamt habe inzwischen reagiert und die Lanfert als Einbahnstraße ausgewiesen. Auch die Schranke in der Wasserburg sei zurzeit geöffnet, weil einige Anwohner wegen Bauarbeiten im südlichen Bereich sonst ihre Grundstücke nicht mehr erreichen könnten. Auch hier sei eine Einbahnstraßenregelung ausgewiesen.

Wenn die Baustelle auf der Ortsdurchfahrt am 2. August weiter vorrücke, sollte die Schranke an der Wasserburg ursprünglich zunächst wieder geschlossen werden. »Weil sie im dann folgenden Bauabschnitt, der eine Sperrung der Kreuzung mit der Kleestraße erforderlich macht, aber ohnehin wieder geöffnet werden müsste, überlegen wir, ob wir die Schranke offen lassen und eine Einbahnstraßenregelung beibehalten. Wir beobachten das«, kündigte Norbert Kaese an. Austausch zur aktuellen Lage gebe es jeden Montag um 10 Uhr in den Baustellengesprächen vor Ort.

Das Einbahnstraßensystem begrüßte Antragsteller Schwan ausdrücklich. Geärgert haben sich einige Weweraner allerdings über die erst im Laufe des Donnerstags bekannt gegebene Verlegung der Ausschusssitzung vom Technischen Rathaus ins Historische Rathaus. Dadurch hätten sie die Diskussion nicht wie geplant mitverfolgen können.

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