Do., 27.06.2019

Platz entspricht nicht den Normmaßen – zu viele Unfälle – Ampelkreuzung geplant Elverdisser Kreisel muss weichen

Nachdem der Kreisel in Betrieb genommen worden war, stieg nach Auskunft der Verwaltung die Zahl der Unfälle. Der Kreisel in Elverdissen entspricht nicht den Normmaßen.

Nachdem der Kreisel in Betrieb genommen worden war, stieg nach Auskunft der Verwaltung die Zahl der Unfälle. Der Kreisel in Elverdissen entspricht nicht den Normmaßen. Foto: Winde

Von Ralf Meistes

Herford (WB). Der Kreisel im Bereich Elverdisser Straße (L778)/Milser Straße wird entfernt. Stattdessen will der Landesbetrieb Straßen NRW im Herbst aus dem Kreisel eine Ampelkreuzung machen. »Beim Kreisel muss man wohl von einer Fehlplanung sprechen«, sagte Petra Basler (SPD).

Seit 2010 gibt es den Kreisel in Elverdissen. Und seitdem sind die Unfallzahlen an der Stelle gestiegen, wie Ordnungsamtsleiter Lothar Sobek betont. Dabei sei der Bau eines Kreisels eigentlich dazu gedacht, um den Verkehr flüssig zu halten und die Unfallzahlen zu verringern.

»Der Kreisverkehrsplatz Elverdisser Straße/Milser Straße entspricht nicht den Normmaßen«, erläuterte Sobek am Dienstag, 25. Juni, im Verkehrsausschuss. Die Folge: Aufgrund des geringen Querschnitts können Autofahrer den Kreisel passieren, ohne groß vom Gas gehen zu müssen. Im Behördendeutsch heißt das: »Wegen des geringen Querschnitts kann der Kreisverkehrsplatz ohne großes Verschwenken durchfahren werden.«

Beschluss zum Rückbau ist bindend

Von einer Fehlplanung sprach die SPD. Petra Basler wollte wissen, ob denn der Kreisel nicht so umgebaut werden könnte, dass er erhalten werden kann. Sie befürchte vermehrt Staus an der Stelle, sollte dort wie geplant eine Ampelkreuzung entstehen.

Ordnungsamtsleiter Sobek wies darauf hin, dass sich sowohl der Landesbetrieb Straßen NRW als auch der Kreis Herford, die Polizei und die Stadtverwaltung mit dem Thema beschäftigt haben. Alle diese Behörden zusammen bilden die Unfallkommission. Diese Kommission habe bereits im Juli 2015 beschlossen, dass der Kreisverkehrsplatz zurückgebaut und durch eine Ampelkreuzung ersetzt wird. Dieser Beschluss sei für die Stadt Herford bindend.

Als »unglücklich« bezeichnete Petra Basler den Rückbau. Sie schlug vor, eine erhöhte Kante an der Stelle anzubringen, an der heute eine gestrichelte Linie den inneren Ring des Kreisels markiert. Die Antwort der Verwaltung: Diese könne zu Fahrzeugschäden führen und stelle zugleich eine Gefahr für Motorradfahrer dar. Hiermit gab sich Basler nicht zufrieden. Sie verwies auf den Kreisel an der Engerstraße in Herringhausen, der ebenfalls über eine derartige Kante verfüge. Die Verwaltung verwies ihrerseits auf den Beschluss der Unfallkommission: Der Kreisel müsse weg. Daran sei nicht zur rütteln.

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