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Fr., 25.07.2014

Möbelhaus Zurbrüggen hatte Becher versehentlich verkauft Hitler-Tassen: Verfahren eingestellt

 Die Tasse im Nostalgie-Look zeigt unter anderem eine verblasste schwarz-weiße Briefmarke mit einem Hitlerporträt.

Die Tasse im Nostalgie-Look zeigt unter anderem eine verblasste schwarz-weiße Briefmarke mit einem Hitlerporträt.

Bielefeld (WB/sb). Nach dem versehentlichen Verkauf der mit einer Hitler-Briefmarke bedruckten Tassen ist das Ermittlungsverfahren gegen das Möbelhaus Zurbrüggen eingestellt worden. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Dortmund auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage.

Da dem Unternehmen nicht nachzuweisen sei, dass es wissentlich die Hitler-Tassen verkauft habe, liege auch kein strafbares Verhalten vor, hieß es. Wie berichtet, hatte der Staatsschutz der Dortmunder Polizei wegen der Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen ermittelt.

Zurbrüggen-Einkäufer hatten im vergangenen Herbst auf einer Messe im chinesischen Guangzhou 5000 Kaffeetassen geordert, aber die Hitler-Briefmarke übersehen. 175 Exemplare gingen in den Verkauf – darunter auch einige in der Filiale in Bielefeld. Etwa ein Drittel der Kaffeebecher wurden mittlerweile bereits zurückgeben und dem Staatsschutz übergeben.

Nazi-Tassen in Düsseldorf

Unterdessen hat der Zoll bei Urlaubern aus Bulgarien am Flughafen Düsseldorf ebenfalls Tassen mit Hitler-Porträts und Hakenkreuzen gefunden. Die Kaffeebecher stehen aber den Angaben zufolge in keinem Zusammenhang mit den Zurbrüggen-Tassen. Wo sie hergestellt wurden, sei unklar.

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