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Sa., 23.08.2014

Eine Lösung fürs Abendgymnasium ist vorerst nicht in Sicht Unendliche Parkplatz-Geschichte

Bisher öffnet sich die Sperrschranke am Schulhof des Abendgymnasiums nur für wenige Lehrer-Fahrzeuge.

Bisher öffnet sich die Sperrschranke am Schulhof des Abendgymnasiums nur für wenige Lehrer-Fahrzeuge. Foto: Schläger

Von Michael Schläger

Bielefeld (WB). Bis die Parkplatzfrage am Abendgymnasium (Gutenbergschule) geklärt ist, wird es wohl noch eine ganze Weile dauern. Daran wird auch eine Anfrage der Fraktion der Linken für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung Mitte am kommenden Donnerstag nichts ändern. »Es liegen noch nicht alle Gutachten vor«, sagte am Freitag Georg Müller, Leiter des städtischen Amtes für Schule. 

Die Politik hatte der Verwaltung den Auftrag erteilt, ein genehmigungsfähiges Konzept für einen Schulparkplatz zu erstellen. Rechtlich sollte alles wasserdicht sein. Genau da liegt das Problem. Während die Anwohner rund um Gutenberg- und Pestalozzistraße den erhöhten »Parkdruck« beklagen, der entstanden ist, seitdem vor einem Jahr das Abendgymnasium in die Gutenbergschule eingezogen ist, wehren sich Anwohner von Schloßhof- und Meindersstraße gegen den geplanten Schulhofparkplatz.

Die Zufahrt zu dem Parkplatz, auf dem es bis zu 85 Stellplätze geben könnte, soll nach den Überlegungen der Verwaltung über die Schloßhofstraße erfolgen. Zu viel zusätzlichen Verkehr, zu viel Lärm und die Blendwirkung der Fahrzeuge, die im Dunkeln auf dem über dem Straßenniveau liegenden Parkplatz rangieren, fürchten die dortigen Nachbarn. Sie haben einen Anwalt mit der Wahrnehmung ihrer Interessen betraut. Deshalb muss eine Genehmigung für den Parkplatzbau unangreifbar sein. »Sonst könnte es schnell eine einstweilige Verfügung des Verwaltungsgerichts geben«, so Müller. Immerhin das Blendschutzgutachten liegt jetzt vor. Planen an der bestehenden Umzäunung und eine stärkerer Bewuchs könnten eine Blendwirkung verhindern. Das Lärmschutzgutachten steht allerdings noch aus.

Und dann gibt es noch ein weiteres Problem: Der Parkplatz soll bewirtschaftet werden, die Kollegiaten des Abendgymnasiums sollen zahlen, wenn sie ihn benutzen. Das wiederum lehnen diese ab. Weil die Stadt jedoch in der Haushaltssicherung steckt, zusätzliche Investitionen nicht tätigen darf, wenn sie sich nicht refinanzieren lassen, bleibt der Verwaltung gar nichts anderes übrig als ein Parkentgelt zu erheben.

So geht die unendliche Geschichte um den Parkplatz wohl noch eine Weile weiter. Wenn ein genehmigungsfähiges Konzept vorliegt, muss es von der Bezirksvertretung Mitte und dem Schulausschuss noch beschlossen werden. Erst dann könnte mit dem Bau begonnen werden – wenn der Parkplatz nicht doch noch ein Fall für die Verwaltungsrichter wird.

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