Mehr als 1700 Menschen demonstrieren – zwei Verletzte nach Zwischenfall
Protest gegen IS-Terror

Bielefeld (WB). Aus Sorge vor einem Massaker in der syrischen Grenzstadt Kobane haben am Samstag mehr als 1700 Menschen in Bielefeld demonstriert – darunter zum größten Teil Kurden.

Samstag, 18.10.2014, 15:51 Uhr aktualisiert: 19.10.2014, 08:58 Uhr
Mehr als 1700 Menschen demonstrieren – zwei Verletzte nach Zwischenfall : Protest gegen IS-Terror
Auch in Bielefeld demonstrieren am Samstag Kurden gegen die Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS). Foto: Thomas F. Starke

 Der Protest der Menschen, die aus ganz Ostwestfalen und Niedersachsen angereist sind, richtete sich vor allem gegen die Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS). Überschattet wurde die Veranstaltung von einem Zwischenfall.

Kurz vor Ende der Demonstration gab es eine Auseinandersetzung zwischen einem Autofahrer und Demonstrationsteilnehmern. Daraufhin liefen etwa 200 Demonstranten zu dem Wagen. Der Fahrer entkam rechtzeitig. Doch die Polizei setzte Pfefferspray ein, um die Lage zu beruhigen. Zwei Menschen wurden dabei leicht verletzt. Die Polizei nahm einen Mann, der weiter provozierte, in Gewahrsam. Zudem beschlagnahmte die Polizei vier Fahnen der verbotenen PKK. »Insgesamt ist die Demonstration aber friedlich verlaufen«, sagte Polizeisprecher Achim Ridder.

Die Demo begann am frühen Nachmittag auf dem Jahnplatz. Anschließend führte der Protestzug quer durch die Innenstadt mit Zwischenkundgebungen auf dem Am Abend erfolgte die Abschlusskundgebung auf dem Jahnplatz. Veranstalter der Demonstration ist das »Bündnis der Demokratischen Kräfte in OWL«, zu dem 20 Organisationen gehören. Der Bielefelder Verein »Anatolien Zentrum« hatte die Kundgebung angemeldet.
 
Auch in Berlin, München und Frankfurt demonstrieren am Samstag tausende Kurden. Die Proteste richten sich auch gegen die Haltung der Türkei in dem Konflikt. So fordern die Kurden einen Sicherheitskorridor für Hilfs- und Waffenlieferungen in das von Islamisten attackierte Gebiet nahe der türkischen Grenze.

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