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Do., 06.11.2014

Zentrale Ausländerbehörde wird personell verstärkt 2211 neue Flüchtlinge

Aufgrund des Ansturms von Flüchtlingen stößt die Zentrale Ausländerbehörde in Bielefeld an ihre Grenzen. Drei weitere neue Mitarbeiter werden jetzt eingestellt.

Aufgrund des Ansturms von Flüchtlingen stößt die Zentrale Ausländerbehörde in Bielefeld an ihre Grenzen. Drei weitere neue Mitarbeiter werden jetzt eingestellt. Foto: Hans-Werner Büscher

Von Stefan Biestmann

Bielefeld (WB). Der Flüchtlingsstrom ebbt weiterhin nicht wesentlich ab. Im Oktober wurden 2211 Asylsuchende in der in Bielefeld ansässigen Zentralen Ausländerbehörde (ZAB) registriert. Das sind zwar etwas weniger als im Rekordmonat September (2752), aber fast doppelt soviel wie im Vorjahresmonat (1234).

»15 Prozent der Asylsuchenden kommen aus Syrien«, berichtet ZAB-Leiter Torsten Böhling. Er rechnet damit, dass auch in den nächsten Monaten die Zahl der asylsuchenden Menschen auf einem hohen Niveau bleibt. »In dieser Woche war der Ansturm wieder besonders groß – mit 130 bis 180 Flüchtlingen pro Tag«, sagt Böhling.

Wie berichtet, sind die Mitarbeiter der ZAB aufgrund des Flüchtlingsstroms an ihre Grenzen gestoßen. Ursprünglich beschäftigten sich 18 der insgesamt 67 ZAB-Mitarbeiter mit der Erstaufnahme der Flüchtlinge, zuletzt waren es schon 23. Jetzt werden zusätzlich zwei Externe und ein Mitarbeiter der Stadt die Kollegen unterstützen. »Dadurch ist die Arbeit jetzt überhaupt zu bewältigen«, sagt Böhling.

Die ZAB ist für den Regierungsbezirk Detmold und große Teile des Regierungsbezirks Münster zuständig. Von der ZAB aus gelangen die Flüchtlinge zunächst in die Erstaufnahme-Einrichtung am Südring, deren 250 Plätze derzeit voll belegt ist. Dort verbleiben sie laut Böhling aufgrund des großen Ansturms nur maximal zwei Tage. Anschließend gelangen die Asylsuchenden in die Zentralen Unterbringungseinheiten des Landes nach Hemer und Schöppingen oder in Notunterkünfte in anderen ostwestfälischen Städten.

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