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Mo., 11.05.2015

Nach dem Großbrand: Palmowski-Inhaber planen Wiederaufbau »Wir packen das«

Mit Notfall-Plan: Die geschäftsführenden Gesellschafter Markus Krause (links) und Jörg Henninger vor der Werkstatt-Ruine.

Mit Notfall-Plan: Die geschäftsführenden Gesellschafter Markus Krause (links) und Jörg Henninger vor der Werkstatt-Ruine. Foto: Michael Diekmann

Bielefeld (WB). Die Ruinen sind beklemmend, der Geruch ist beißend, von der Decke tropfen nach Tagen weiter Reste des Löschwassers. Aber: 24 Stunden nach der Brandkatastrophe bei Reisemobil-Spezialist Palmowski haben die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Markus Krause (42) und Jörg Henninger (44) Mut gefasst. Verzweiflung ist Entschlossenheit gewichen.

Von 40 Wohnmobilen sind nur Gerippe geblieben, an der Werkstatt-Ruine wackeln rostige Fassadenteile im Wind. In der einst schmucken Ausstellung unterstreicht Jörg Henninger: »Wir sind Nummer eins. Und wir werden aus dieser Katastrophe gestärkt hervor gehen.«

Man habe schon neues Werkzeug und Ersatzteile bestellt, wolle möglichst schnell in der Nähe in einer Halle wieder Service anbieten. Markus Krause: »Am wichtigsten ist doch, dass es keine Verletzten gab. Alles Material kann man ersetzen.« Freitag hatte nach Reparaturarbeiten an einem Wohnmobil ein verheerendes Feuer große Teile des Betriebes am Ostring zerstört. Auch eine Vielzahl der noch vorhandenen Wagen hat Schäden. Die Ausstellung war durch eine Brandschutzwand getrennt. Große Hitze, Löschwasser und Qualm haben dennoch ganze Arbeit geleistet.

Kundenkommunikation via E-Mail

Vor fünf Jahren hatten die beiden Führungskräfte von Firmengründer Jürgen Palmowski den Vorzeigebetrieb übernommen und die Reisemobile Palmowski GmbH gegründet. Der Seniorchef ist weiter Inhaber der Immobilie. In Bielefeld beschäftigt man 34 Mitarbeiter, in Magdeburg sechs. Nach dem Wiederaufbau sollen es mehr sein.

Kommuniziert mit Kunden wird momentan via Internet und E-Mail. Die Server, berichtet Krause, konnten gerettet werden. Auch die Fahrzeugauslieferung muss weiter laufen. Aber die Brandstelle ist noch gesperrt, das Telefon defekt. Heute kommen die Brandermittler. Seit Freitag schützt ein Sicherheitsunternehmen die Firma. Was die Inhaber regelrecht entsetzt: Die Ruine ist Pilgerstätte für Gaffer, auf dem Ostring gibt es permanent Beinahe-Unfälle. Immer wieder muss die Polizei kommen, weil Leute Sperrzäune aufbrechen, um auf das Gelände zu kommen.

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