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Sa., 09.01.2016

Gruppe wollte am Freitagabend nach eigener Aussage Übergriffe im neuen Bahnhofsviertel verhindern - Polizei mit verstärkter Präsenz Hooligans versammeln sich am Boulevard

Die Polizei verstärkt ihre Präsenz im neuen Bahnhofsviertel.

Die Polizei verstärkt ihre Präsenz im neuen Bahnhofsviertel. Foto: Thomas F. Starke

Bielefeld (WB/sb). Nach den Übergriffen in der Silvesternacht hat die Polizei am Bielefelder Boulevard die Präsenz verstärkt. Vor Ort seien etwa doppelt so viele Beamte wie an normalen Wochenenden im Einsatz gewesen, hieß es. Nach Polizeiangaben versammelten sich zudem am Freitagabend ab 22 Uhr etwa 80 Menschen im Neuen Bahnhofsviertel, die der Hooligan-Szene zuzuordnen seien. Einige von ihnen seien Fans von Arminia Bielefeld und Hannover 96.

Die Menschen hätten sich über Facebook verabredet. Ihr selbst ernanntes Ziel: zu verhindern, dass es am Boulevard zu erneuten Übergriffen kommt. »Sie sind einmal durch das Bahnhofsviertel und den Bahnhof gezogen«, berichtet Polizeisprecher Udo Krüger. Die Gruppe hätte zwei Böller gezündet und zwei Flaschen in Richtung Bahnsteig geworfen. »Es ist aber niemand verletzt worden und nichts beschädigt worden«, sagt Krüger. Gegen Mitternacht löste sich die Gruppe wieder auf. »Ansonsten waren in der Nacht keine größeren Personengruppen festzustellen«, sagt Krüger.

Vier Antanzdiebe festgenommen

Die Polizei nahm in der Nacht vier weitere Antanzdiebe fest. Auf Anfrage wurden aber keine Nationalitäten und Einzelheiten genannt. Eine weitere Person wurde wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts festgenommen. Gegen eine weiteren Mann lag ein Haftbefehl zur Abschiebung vor. Zudem hatte die Polizei Probleme mit zwei Männern, die mit aller Macht versuchten, in die Diskothek zu kommen. Der eine akzeptierte den Platzverweis der Beamten, der zweite musste in Polizeigewahrsam genommen werden. Zudem verzeichnete die Polizei vier weitere Anzeigen: wegen Handy-Diebstahls, Körperverletzung, Sachbeschädigung und Zechprellerei.

Wie berichtet, hatte sich in der Silvesternacht eine große Gruppe von Männern aus Nordafrika im Neuen Bahnhofsviertel zusammengerottet. Es kam zu Gewalt und Diebstählen. Zudem liegen der Polizei mittlerweile Anzeigen wegen sexueller Übergriffe vor. Nach Polizeiangaben umfasste die Gruppe damals etwa 150 Personen, der Sicherheitsleiter im Elephant Club spricht sogar von bis zu 500 gewaltbereiten Personen.

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