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Di., 12.01.2016

Silvester-Übergriffe: Mehr Personal und Bodycams gefordert - Warnung vor »Bürgerwehren« Gewerkschaft der Polizei: »Nichts schönreden«

Die Polizei zeigt nach den Vorfällen an Silvester jetzt wieder mehr Präsenz am Boulevard.

Die Polizei zeigt nach den Vorfällen an Silvester jetzt wieder mehr Präsenz am Boulevard. Foto: Mike-Dennis Müller

Von Stefan Biestmann

Bielefeld (WB). Die Gewerkschaft der Polizei fordert als Konsequenz aus den Silvester-Vorfällen, das Personal zu stärken. »Die Kollegen an der Basis haben in Bielefeld alles gegeben. Die Leute haben auch nur zwei Arme und springen schon von einem Einsatz zum anderen«, sagt Volker Huß, Sprecher der Bielefelder GdP. Die Ereignisse am Boulevard hätten die Polizei überrascht. »So eine massive Auseinandersetzung hatten wir dort noch nie. Das konnte keiner so einschätzen.«

Angesichts des Ausmaßes der Übergriffe seien einfach zu wenig Kräfte vor Ort gewesen. »Schließlich war in der Silvesternacht an allen Ecken der Stadt was los«, sagt Huß. Den Beamten, die am Boulevard im Einsatz waren, zollt er ein großes Lob. Sie seien ein erhöhtes Risiko eingegangen. »Wenn sie nicht eingegriffen hätten, wäre die Lage noch weiter eskaliert.« 

Volker Huß, Sprecher der Bielefelder GdP. Foto: WB

Eine Ausstattung der Polizisten mit »Bodycams« – also Kameras, die sich direkt am Körper der Beamten befinden – wäre wünschenswert gewesen. »Man hätte dann Beweise dokumentieren können.« Dass die Polizei zunächst von einer unauffälligen Silvesternacht sprach und erst jetzt das Ausmaß der Übergriffe öffentlich bekannt werde, sei alles andere als optimal. »Wir dürfen Situationen nicht schönreden, um später gut dazustehen.« Die Polizei dürfe bei ihrer Pressearbeit keine »Hofberichterstattung« machen. Dass es einen »Maulkorb« für Polizisten gegeben habe, sei ihm aber nicht bekannt.

Ein gefährliches Signal sei für ihn, dass sich am Boulevard am Wochenende 80 Hooligans als selbst ernannte »Bürgerwehr« versammelten, um angeblich Menschen vor Übergriffen zu schützen. »Das darf man nicht tolerieren. Für die öffentliche Sicherheit ist immer noch der Staat zuständig.«

Kommentare

Nix Ok

Lieber Andreas, das ist genau die Art von Argumentation, die uns an diesen Punkt gebracht hat. Asylanten, die sich "nicht benehmen" können, gehören agbeschoben. Sie sind Gäste und haben die Gastfreunschaft mißbraucht. Dies mit pädophilen Geistlichen zu vergleichen erscheint mir doch sehr hanebüchen.....

OK (?) …

…und wenn wieder einmal Geistliche – die auch noch in den Genuss von Kirchensteuern kommen – Kinder missbrauchen (vgl. Regensburger Domspatzen), dann schaffen wir die Kirche ab, und wenn rechtsextreme Hooligans mal wieder Menschen jagen, dann schaffen wir den Fußball ab?

Und falls die Täter hier sozialisiert wurden, dann verbannen wir sie an den Südpol, und enteignen sie, weil die Taten dann ja besonders verwerflich sind, bei der 'höheren Moral', die sie nach Ansicht einiger anscheinend ja besitzen sollten?

Natürlich sind Angrabschereien und Ähnliches nicht schön zu reden (das will ja auch niemand, auch wenn das gerne mal unterstellt wird), aber daraus Abschiebung o.ä. als logischen Schluß zu ziehen folgt doch tatsächlich nur aus den (bei manchen) bereits bestehenden rassistischen Ressentiments, die sich hier gerne bestätigt sehen möchten.

Merkel belügt uns schon wieder

Kriminelle Asylanten konsequent abschieben – Die nächste Durchhalteparole Merkels! Dann soll sie es doch endlich tun und die Grenzen schließen ansonsten kommen immer wieder welche nach. Sie kann anfangen bei den 600 000 Illegalen sie sich hier in der BRD aufhalten aber wie immer wird sie nicht machen außer Luftblasen von sich geben und uns gelügen denn im März sind Landtagswahlen und da fürchtet sie ein erstarken der AFD das ist der einzige Grund warum sie jetzt auf einmal so heuchlerisch rüberkommt.Der Rechtsstaat Deutschland hat sich selbst abgeschafft.So verbleiben die Straftäter in Deutschland, rauben, stehlen, belästigen und vergewaltigen und kommen obendrein noch in den Genuss deutscher Sozialsysteme. Dem Vorstoß Merkels und der CDU fehlt damit jegliche Glaubwürdigkeit und die ersten Linkspopulisten der SPD wie Maas und Stegner warnen schon vor »Schnellschüssen«, die mit ihnen nicht zu machen seien.Der Vorstoß Merkels erinnert mich an den Oktober, als bekannt wurde, dass sich 600 000 abgelehnte Asylbewerber in Deutschland aufhalten und entsprechende Kosten in Milliardenhöhe verursachen. Damals versprach Merkel konsequente Massenabschiebungen, auch mit Transall-Maschinen der Bundeswehr.Natürlich eröffneten ARD und ZDF ihre Nachrichtensendungen mit markigen Bildern von startenden Bundeswehr-Maschinen. Doch trotz einer millionenfachen Einwanderung sind die Massenabschiebungen ausgeblieben. Nicht eine Transall-Maschine hat sich in die Lüfte erhoben.

3 Kommentare

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