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Do., 04.02.2016

Silvesternacht Thema im Polizeibeirat Noch keine Beweisvideos

Der Boulevard in Bielefeld: Die Silvester-Vorfälle waren jetzt Thema im Polizeibeirat.

Der Boulevard in Bielefeld: Die Silvester-Vorfälle waren jetzt Thema im Polizeibeirat. Foto: Bernhard Pierel

Bielefeld (WB/MiS). Der Bielefelder Polizei liegen bisher keine Videos von den Vorfällen in der  Silvesternacht auf dem Boulevard im neuen Bahnhofsviertel vor. Die von der Polizei geschaffene Möglichkeit, Aufzeichnungen auf einem Server hochzuladen, sei bisher nicht genutzt worden.

Entsprechend schwierig sei es, Delikte zu verfolgen. Das sagten Vertreter der Behörde Mittwochnachmittag in einer nichtöffentlichen Sitzung des Polizeibeirates. Polizeipräsidentin Dr. Katharina Giere und leitende Beamte des Präsidiums standen dem Gremium, dem elf Kommunalpolitiker angehören, hinter verschlossenen Türen Rede und Antwort.

Auf dem Boulevard sei die Gruppe teils alkoholisierter junger Männer mit augenscheinlichem Migrationshintergrund mit 150 bis 200 Personen deutlich kleiner gewesen als sie von den dortigen Türstehern beschrieben worden war.

19 Straftaten angezeigt

Insgesamt wurden nach der Silvesternacht bisher 19 Straftaten angezeigt (Stand: 21. Januar). Es liegen fünf Anzeigen vor, nach denen sich zehn Frauen sexuell bedrängt fühlten. Eine Anzeige wurde wegen sexueller Nötigung und drei wegen Beleidigung erstattet.

Im Polizeibeirat betonten die leitenden Beamten, dass Einsatzkräfte in der Höhe vor Ort gewesen seien, wie sie in der Vergangenheit auch zu Silvester eingesetzt gewesen seien. Hingewiesen wurde auf die zusätzliche Beanspruchung der Beamten, die sich auch durch den Massenunfall auf der A 33 in der Nacht zu Neujahr ergeben habe.

Steigende Ladendiebstahlzahlen

Erörtert wurde auch, ob es im Zusammenhang mit dem Flüchtlingszuzug zu einer Steigerung der Kriminalität gekommen sei. Hier verwiesen die Polizeivertreter auf die Vorstellung der offiziellen Kriminalstatistiken im März.

Festzustellen seien aber etwa steigende Ladendiebstahlzahlen. Diese könnten jedoch nicht einzelnen Personengruppen zugeordnet werden. Erst seit Jahresbeginn 2016 werde ausgewiesen, wenn Flüchtlinge eine Straftat begangen hätten.

An diesem Donnerstag beschäftigt sich der Hauptausschuss des Rates mit den Vorgängen in der Silvesternacht. Die diesmal öffentliche Sitzung beginnt um 17 Uhr im Alten Rathaus.

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