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Sa., 13.02.2016

Vermessungsbüro setzt Drohne für Bankhaus Lampe am Alten Markt ein Luftaufklärung im Auftrag der Architekten

Faszinierender Einsatz im Dienst der Architektur. Vermessungsprofi Sebastian Büchner fliegt seit 2014 Drohne. Freitag vermaß er das Dach der Lampe-Bank. Der Monitor links zeigt das Bild der Drohne.

Faszinierender Einsatz im Dienst der Architektur. Vermessungsprofi Sebastian Büchner fliegt seit 2014 Drohne. Freitag vermaß er das Dach der Lampe-Bank. Der Monitor links zeigt das Bild der Drohne. Foto: Hans-Werner Büscher

Von Michael Diekmann

Bielefeld (WB). Einige Marktbesucher am TAM halten die Luft an, andere verrenken sich den Hals beim Beobachten des ihnen unbekannten Flugobjekts. Sebastian Büchner (31) steuert die Drohne feinfühlig zum Bankhaus Lampe.

»Einen Auftrag mit einem solchen Anspruch an Detailgenauigkeit kann man nur mit Hilfe einer Drohne in angemessener Zeit und ohne akrobatische Hilfsmittel erfüllen«, erklärt Günter Massong. Sein Vermessungsbüro hat den Auftrag, das Bankhaus Lampe mit der Fassade zum Alten Markt und die Dacharchitektur des bis zum Gehrenberg reichenden Gebäudes so exakt einzumessen, dass man mit Hilfe der Daten aus Messen und Scannen sogar ein 3-D-Modell für weitere Bauplanungen erstellen kann.

Freitag früh um 8.30 Uhr fallen die Fahrzeuge des Vermessungsteams auf dem Alten Markt kaum auf. Bis Sebastian Büchner die orangefarbene Drohne mit 105 Zentimetern Durchmesser aus ihrer Reisetasche holt und startklar macht.

Einsatz vor Publikum

Günter Massong sieht den Einsatz vor Publikum in der Altstadt als wichtigen Beitrag, um dem Bürger die sinnvolle Nutzung des Luftfahrzeugs zu zeigen. Massong: »Es geht hier nicht um Jux und nicht um Kunststücke, sondern um wichtige Fakten.« Auf die warten Architekturbüro AGN und Denkmalbehörde. Und Massong zeigt stolz die Ausnahmegenehmigung der Stadt Bielefeld. Die kurze Flugzeit kostet ihn 40 Euro Verwaltungsgebühr.

Und Sebastian Büchner ist nicht nur Vermessungstechniker, sondern auch ausgebildeter Drohnenpilot. Seit 2014, erzählt er, sei er mit dem Gefährt mit seinen sechs Propellern im Einsatz. Bis maximal 3000 Meter hoch kann er fliegen, in der Altstadt darf er nur 100 Meter steigen, erklärt Michael Hülsmann, der als Vermessungsingenieur bei Massong das Projekt Lampe betreut.

Fingerspitzengefühl gefragt

Um die Baupläne an sensibler Stelle für Bauverwaltung, Denkmalschutz und Politik richtig ins Umfeld einzufügen, bedarf es zuerst Fingerspitzengefühl an der Steuerung der Drohne. Dank sechs gegenläufiger Rotoren, erklärt Büchner, stabilisiert sich das Gefährt selbst. Viel einfacher als der Betrieb eines Modell-Hubschraubers mit einem Rotor sei das.

Auf einem Monitor sieht der Pilot den Blick der Drohne nach unten, ihre Position und was sie aufzeichnet. Massong: »Das Ergebnis später im Vermesserbüro macht alle zu Drohnen-Fans.«

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