WESTFALEN-BLATT-Redakteur Bernhard Hertlein berichtet von einer Unternehmerreise in den Iran
Mit Bildern im Kopf

Bielefeld (WB).  Auf geht's zur Unternehmerreise nach Teheran. Dabei sind außer mir und knapp 100 Vertretern der nordrhein-westfälischen Wirtschaft auch Landesminister Garrelt Duin (SPD) und sieben weitere Pressevertreter.

Montag, 23.05.2016, 07:55 Uhr aktualisiert: 27.05.2016, 18:38 Uhr
WESTFALEN-BLATT-Redakteur Bernhard Hertlein berichtet von einer Unternehmerreise in den Iran : Mit Bildern im Kopf
Eine Hauptstraße in der iranischen Hauptstadt Teheran. Foto: dpa
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Bernhard Hertlein, Leiter der WESTFALEN-BLATT-Wirtschaftsredaktion berichtet aus dem Iran. Foto: Oliver Schwabe

In den Iran reist man natürlich nicht ohne Gepäck. Schwerer als Anzug und Zahnbürste aber wiegen die Bilder im Kopf. Manche liegen schon sehr lange zurück. Dazu zählt ein Bild, das meine Großmutter zeigt, wie sie, über ihre Zeitschrift »Frau im Spiegel« gebeugt, ein Foto der persischen Kaiserin Soraya betrachtet. Das war in den Fünfzigern, und Soraya war als Kind einer deutschen Mutter teils in Berlin aufgewachsen. 

Reise in den Iran

Bernhard Hertlein, Leiter der Wirtschaftsredaktion des WESTFALEN-BLATTES, berichtet in den kommenden Tagen von der Unternehmerreise in de Iran. Seine Berichte lesen Sie in der Zeitung und auf www.westfalen-blatt.de.

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Dann, Ende der neunziger Jahre, zwischendurch positive Bilder. Sie zeigen Ali Daeis und Karim Bagheris fußballerische Großtaten für Arminia Bielefeld. Außerdem über die Jahrzehnte hinweg Fotos von schweren Perserteppichen.

Jetzt aber, unter Präsident Hassan Rohani, soll alles anders sein. Die Wirtschaft hofft nach Aufhebung der Sanktionen auf baldige gute Geschäfte. Der Bedarf ist groß. Aber hat sich wirklich schon alles geändert? Eine Freundin, die vor vielen Jahren aus dem Iran geflohen und hier zum Christentum konvertiert ist, hat Zweifel. Sie werden verstärkt durch einige Briefe in meinem E-Mail-Postfach. Da ist eine Aktion von Amnesty International gegen die Verurteilung der mutigen, aber chronisch kranken Menschenrechtlerin Narges Mohammadi zu 16 Jahren Haft. Ihr »Versprechen«: Sie unterstützt im Iran eine Organisation, die die Abschaffung der Todesstrafe fordert. Weiter findet sich im Postfach das Hilfeersuchen eines britischen Ehemanns, dessen iranisch stämmige Frau und Kind am Flughafen kurz vor der Rückkehr ohne Angabe von Gründen verhaftet wurden. Sofort werden wieder Erinnerungen an 1987 und Betty Mahmoodis Buch »Nicht ohne meine Tochter« wach. Hat sich denn doch noch nichts verändert? 

Bald werde ich mehr wissen.

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