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Do., 26.05.2016

Das Internet im Iran Keine Verbindung

Das Smartphone hat auch für die iranische Jugend einen hohen Stellenwert.

Das Smartphone hat auch für die iranische Jugend einen hohen Stellenwert. Foto: Bernhard Hertlein

Von Bernhard Hertlein

Teheran (WB).  Immer wieder begegne ich in Teheran Iranern, die eine »deutsche Vergangenheit« haben. Sie sprechen unsere Sprache, sie kennen unsere Denke. Das macht das Gespräch leichter – so wie bei diesem jungen Mann, dessen Namen ich trotzdem zu seinem Schutz verschweigen muss.

Seine Eltern sind in den Iran zurückgekehrt, da war er 14 oder 15. Die Eltern entschieden so wegen der Großeltern. Erste Freundschaften mit Mädchen hin oder her – er musste mit. Seitdem vermisst er Deutschland. Klar, auch in Teheran »geht was ab«, wenn sich Jugendliche treffen. Aber sie können es nur im Geheimen. Das nervt.

Auch dass das Internet in wesentlichen Teilen nicht zugängig ist, findet die städtische Jugend unerträglich – auch wenn es eine App gibt, mit der man die offiziellen Filter umgehen und sich beispielsweise doch bei Facebook einloggen kann.

Für mich, der diese Tricks nicht kennt, bleibt in diesen Tagen nicht nur Facebook tabu.  Im Hotel »Parsian International« gibt es Wireless Lan. Aber meistens ist es überlastet. Kaum, dass ich mal tagsüber mehr als ein paar Minuten kontinuierlich im Netz recherchieren kann.

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