Bielefelder Autor Wolfgang Sentker erfindet »Animals on board«
Tierisches Spiel gehört zu den besten des Jahres

Bielefeld (WB). Der Bielefelder Spieleautor Wolfgang Sentker feiert einen großen Erfolg. Sein neues Familienspiel »Animals on board« hat es auf die Empfehlungsliste für das »Spiel des Jahres« geschafft.

Mittwoch, 14.12.2016, 18:00 Uhr aktualisiert: 15.12.2016, 11:35 Uhr
Wolfgang Sentkers neues Spiel ist wegen des großen Erfolges bereits in zwölf Sprachen erschienen. Foto: Bernhard Pierel
Wolfgang Sentkers neues Spiel ist wegen des großen Erfolges bereits in zwölf Sprachen erschienen. Foto: Bernhard Pierel

Noah hat die Welt vor dem Untergang gerettet. Weil er gerecht gewesen ist, hat Gott ihm zugestanden, eine Arche zu bauen. Bei der großen Sintflut durfte er zwei von jeder Tierart mitnehmen. So steht es in der Bibel. Wolfgang Sentker, Bankkaufmann bei der Bielefelder Sparkasse und Spieleerfinder, hat die Geschichte zusammen mit seinem derzeit wieder auf seiner Finca in Mallorca lebenden Freund Ralf zur Linde aus Werther weitergeschrieben.

Bereits in zwölf Sprachen herausgegeben

Jeder Spieler erhält eine eigene »Arche«, in der er Platz für fünf individuell gestaltete Tierkärtchen hat.

Jeder Spieler erhält eine eigene »Arche«, in der er Platz für fünf individuell gestaltete Tierkärtchen hat. Foto: Pierel

Danach wurden noch einige weitere Archen gebaut – für die Einzeltiere sowie für Gruppen von drei, vier und fünf Tieren. So steht es in seiner Spielregel für »Animals on board«. Das bei Eggert erschienene Spiel steht nicht nur auf der Empfehlungsliste. Es verkauft sich seit April 2016 zudem so erfolgreich, dass der Verlag es inzwischen auch auf Spanisch, Polnisch, Holländisch, Chinesisch, einigen skandinavischen und weiteren – insgesamt zwölf – Sprachen herausgebracht hat.

Erstmals einem größeren Publikum vorgestellt haben Sentker und zu Linde ihre Spielidee im Sommer 2015 auf dem traditionellen Autorentreffen in Göttingen. Damals ging es noch nicht um Arche und Tiere, sondern um die Zutaten für ein Frühstücksbuffet. Beim Eggert-Verlag verfing die Idee sofort. Allerdings kam der Vorschlag, Butter, Marmelade und andere Dinge durch Tiere zu ersetzen. Mit dem Tierspiel »Camel up« hatten Eggert und der mit ihm kooperierende Pegasus-Verlag gerade sehr gute Erfahrungen gemacht; es wurde 2014 zum »Spiel des Jahres« gekürt.

Sentker und zur Linde griffen die Anregung sofort auf. Die Einzelheiten wurden in Sentkers Familie, im Freundeskreis und vor allem im Bielefelder Spieleclub »Spielwiese«, zu dessen aktiven Mitgliedern Sentker seit vielen Jahren gehört, ausgetestet.

Das Erfolgsrezept

Ein Erfolgsrezept für das fertige »Animals on board« ist die leicht eingängige Spielregel. Jeder der zwei bis vier Spieler hat vor sich eine zweistöckige, für die anderen nicht einsehbare »Arche« mit Platz für je fünf Tierkärtchen. Sie liegen in der Mitte zunächst in zwei Fünfer-Herden offen aus. Ein Kärtchen ist zudem verdeckt. Um sie aufnehmen zu können, muss jeder Spieler zunächst Futterkisten sammeln, die ebenfalls auf kleinen Plättchen aufgedruckt sind. Sie gibt es, sobald man eine Herde teilt.

Bald stellt sich die Frage: Herden teilen und dafür Futterkisten erhalten oder Tiere an Bord nehmen? Und wenn ja: welche? Was könnten die anderen Spieler sammeln? Von jeder Tierart gibt es fünf. Richtig viele Punkte bekommt man nur bei einer Herde. Doch Vorsicht: Wer ein Pärchen besitzt und kein Tier der gleichen Art mehr an Bord nehmen kann, geht bei der Wertung leer aus.

Sentker schlägt für das abwechslungsreiche, nur etwa 15 Minuten bis eine halbe Stunde dauernde Spiel eine Altersgrenze ab acht Jahre vor. Die insgesamt 60 Tierplättchen, von denen jedes anders aussieht, sind schön gestaltet. Der Preis für »Animals on board« liegt bei circa 18 Euro.

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