DKMS: Wie Menschen aus OWL geholfen haben oder gerettet wurden
Drei Spender

Bielefeld/Vlotho   (WB/fhb/gs). »Unglaublich, dass ich hoffentlich ein Leben gerettet habe«, sagt Karin Laube, Studienberaterin an der Fachhochschule Bielefeld. Sie hatte sich im April 2015 bei einer Typisierungsaktion an der FH Bielefeld spontan als Stammzellspenderin bei der DKMS registrieren lassen.

Donnerstag, 22.12.2016, 09:13 Uhr aktualisiert: 22.12.2016, 09:24 Uhr
Karin Laube (rechts) mit Spenderausweis. Foto: Steinkröger
Karin Laube (rechts) mit Spenderausweis. Foto: Steinkröger

Im Januar 2016 kam die Nachricht, sie könne als Spenderin für eine Leukämie-Patientin in Frage kommen. Nach einer Blutuntersuchung stand fest: Laube passte ins gesuchte Profil. »Dass man als Spenderin ausgewählt wird, ist schon sehr selten. Und dann noch so kurz nach der Registrierung – das ist fast schon einzigartig«, sagt Studentin Katja Rückriem. Zusammen mit ihrer Kommilitonin Kristin Kripker hatte sie die Spendenaktion als Praxisprojekt ihres Studiengangs »Anleitung und Mentoring in den Gesundheitsberufen« an der FH organisiert. Für Karin Laube folgte eine gründliche Untersuchung in Köln: »Im Entnahmezentrum wurde ich im April komplett durchgecheckt und der Spendetermin im Mai festgelegt.«

Für Frau aus Tschechien gespendet

Doch dann zeigte sich im Blutbild, dass sie erkältet war – eine Spende war unmöglich. »Gespendet habe ich dann im August für eine 47-jährige Frau aus Tschechien«, sagt Karin Laube. Informationen, wie es der Patientin heute geht, hat sie noch nicht. »Aber es macht einen demütig, dass es einem selbst so gut geht. Und gleichzeitig realisiert man, was der andere Mensch durchgemacht haben muss.« Karin Laube nutzte – wie 80 Prozent der Spender – die periphere Stammzellspende. Dabei spritzt man sich fünf Tage ein körpereigenes Hormon. Anschließend werden die Stammzellen aus dem Blut entnommen. »Ich musste mich praktisch um nichts kümmern.« Einzig die Nebenwirkungen des Medikaments, leichte Kopf- und Gliederschmerzen, konnte die DKMS der Spenderin nicht abnehmen.

Gute Nachrichten gab es jüngst auch aus anderen Städten Ostwestfalen-Lippes: Für die an Leukämie erkrankte Schulsektretärin Sonja Koschützke aus Vlotho und den ebenfalls an Leukämie erkrankten Patrick (10) aus Lemgo wurden mittlerweile aus der weltweiten DKMS-Liste genetische Zwillinge als Stammzellenspender gefunden. Patrick wurde nach erfolgter Transplantation inzwischen sogar schon aus dem Krankenhaus entlassen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4515777?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F
Lage am See entspannt sich
Weniger Betrieb war am Sonntag in Godelheim. Foto: Frank Spiegel
Nachrichten-Ticker