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Mo., 03.04.2017

Verein bedauert Ausschreitungen von Arminia-Hooligans in Bielefeld Sieben Polizisten von Hooligans verletzt

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: Harald Iding

Bielefeld (WB/ca). Am Wochenende sind in Bielefeld sieben Polizisten bei Ausschreitungen von Hooligans des DSC Arminia Bielefeld verletzt worden.

Nach dem Auswärtsspiel in Würzburg (1:1) traf der Sonderzug mit den nach Polizeiangaben 660 DSC-Anhängern am Samstag gegen 21.45 Uhr am Bielefelder Hauptbahnhof ein. Die Fans sollen nicht von Polizisten begleitet worden sein. Im Bahnhofsviertel, auf dem »Boulevard«, sollen dann bei einer Personenkontrolle Hooligans auf Bielefelder Streifenbeamte losgegangen sein. Augenzeugen sprechen von mehreren Dutzend Angreifern.

Sie hätten sich die vor einem Restaurant stehenden Stühle gegriffen und damit auf Polizisten eingeschlagen. Sie sollen Polizisten auch mit Flaschen beworfen haben. Bundespolizisten, die ihren Kollegen zur Hilfe eilten, sollen ebenfalls angegriffen worden sein. Wegen der Übermacht der Hooligans soll es nicht möglich gewesen sein, die Täter festzunehmen.

Drei Polizeibeamte wurden so stark verletzt, dass sie derzeit nicht dienstfähig sind. Vier weitere erlitten leichte Verletzungen. Die Polizisten wurden vor Ort und im Krnakenhaus versorgt.

Die Angreifer sollen DSC-typische Fankleidung getragen haben. Der Boulevard war ab 22.50 Uhr wieder frei zugänglich. Gegen die Randalierer wurden Anzeigen wegen Landfriedensbruchs, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Sachbeschädigung gefertigt. Im Rahmen der Ermittlungen werden auch Videoaufzeichnungen ausgewertet.

DSC will Aufklärung

Am Montag nahm der DSC auf WB-Anfrage Stellung: »Der DSC Arminia bedauert dies ausdrücklich. Jegliche Form der Gewalt oder der persönlichen Verunglimpfung ist inakzeptabel und nicht tolerierbar«, heißt es in einer Mittelung.

Der Verein sei an einer lückenlosen Aufklärung der Vorfälle interessiert und befinde sich derzeit im Austausch mit der Polizei. Gemeinsam würden sämtliche Erkenntnisse und Informationen vom Samstagabend zusammengetragen, die Auswertung von Videoaufnahmen und Zeugenaussagen dauert an.

»Bereits vor Ort ist es anwesenden Mitarbeitern des Clubs gemeinsam mit der Einsatzleitung gelungen, die Situation zu beruhigen und deeskalierend einzuwirken«, schreibt der DSC-

Bezugnehmend auf die Pressemitteilung der Polizei sei es aus Sicht des Clubs nach aktuellem Informationsstand jedoch zu früh, um von einem »unvermittelten« oder möglicherweise gar geplanten Übergriff auf die Polizei zu sprechen.

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