Spenden von Bielefeldern – Verein will Menschen mobil machen
Sechs Fahrräder für die Grundschule

Bielefeld (WB/le). Sechs Fahrräder hat die Grundschule Dreekerheide vom Verein »Fahrräder bewegen Bielefeld« geschenkt bekommen. Sie ist eine von sechs Schulen, denen der Verein Fahrräder für die Radfahrprüfung der vierten Klassen spendet.

Montag, 27.03.2017, 00:00 Uhr
Fahrradgeschenke: (vorne von links) Tobias Weber, Jolien Gärtner, Mia Witteweg, Elsa Rau, Aylin Celik und Sharmarke Ahmed sowie (hinten von links) Jörn Sander, Helmtrud Krekeler-Böhm, Thomas Beck, Stefan Mielke, Farzin Ahmadi, Angelika Wilmsmeier, Fred Schelp, Heidi Lämmchen, Sylvia Kirchhoff, Klaus Menke und Wolfgang Henzel Foto: Lara Eickelmann
Fahrradgeschenke: (vorne von links) Tobias Weber, Jolien Gärtner, Mia Witteweg, Elsa Rau, Aylin Celik und Sharmarke Ahmed sowie (hinten von links) Jörn Sander, Helmtrud Krekeler-Böhm, Thomas Beck, Stefan Mielke, Farzin Ahmadi, Angelika Wilmsmeier, Fred Schelp, Heidi Lämmchen, Sylvia Kirchhoff, Klaus Menke und Wolfgang Henzel Foto: Lara Eickelmann

»Neben den Schulen bekommen auch Geflüchtete und andere Bedürftige Fahrräder von uns«, sagt Angelika Wilmsmeier, die mit Stefan Mielke den Verein gegründet hat. Die Bedürftigen müssen für ein eigenes Fahrrad nichts bezahlen. Voraussetzung ist aber, dass sie selbst dabei helfen, es zu reparieren. Denn es handelt sich bei den Rädern hauptsächlich um Spenden, die sind selten verkehrstauglich sind und deshalb vom Verein wieder aufbereitet werden.

»Je nach Rad kann das eine bis mehrere Stunden dauern, manchmal müssen wir aber auch nach einem Tag einsehen, dass nichts mehr zu retten ist«, erklärt Klaus Menke. Wie etwa zehn weitere Helfer arbeitet er ehrenamtlich in der Fahrradwerkstatt in Brackwede. Angelika Wilmsmeier freut sich besonders über die Geflüchteten, die in der Werkstatt helfen.

Dazu zählen sowohl junge Schüler, die an ihren zukünftigen Fahrrädern mitarbeiten, als auch Erwachsene, die regelmäßig kommen. »Ich finde es toll, wie die Geflüchteten sich integrieren und wie gerne sie hier sind«, sagt Wilmsmeier. »Faszinierend ist auch, wie schnell sie bei der Arbeit Deutsch lernen.«

»Fahrräder bewegen Bielefeld« gibt es seit zwei Jahren. Ursprünglich war an eine einmalige Aktion gedacht: Stefan Mielke und Angelika Wilmsmeier sammelten Spenden, von denen sie 20 gebrauchte Fahrräder kauften, um diese wiederum zu spenden. »Nachdem aber der Zeitungsartikel darüber erschienen war, stand mein Telefon nicht mehr still«, erzählt Mielke. Viele Bielefelder riefen an, weil sie ihre Fahrräder oder Ersatzteile spenden wollten.

»Also haben wir weitergemacht«, erzählt Mielke. Etwa 500 Fahrräder konnten bisher vermittelt werden. Damit noch mehr Menschen sich an den Reparaturen beteiligen können, möchte der Verein bald eine zentraler gelegene Werkstatt beziehen. Außerdem ist eine mobile Werkstatt geplant. »Damit könnten wir zu Schulen fahren, sodass Eltern und Kinder gemeinsam vor Ort kleinere Reparaturen an ihren Fahrrädern übernehmen können«, so Wilmsmeier.

Die Grundschulen, die der Verein mit Rädern ausstattet, konnten sich vorher dafür bewerben. Ziel ist , das Radeln zu fördern. »Es ist gesund, hält fit und schont die Umwelt«, erklärt Fred Schelp, Mobilitätsmanager in Bielefeld. Wichtig sei, dass jedes Kind ein Fahrrad habe, das verkehrssicher ist. »Viel zu oft sehe ich Kinder, die beispielsweise ohne Beleuchtung fahren«, sagt Polizeibeamter Thomas Beck.

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