Fachwerkhaus wird in Brackwede abgerissen und bei Bessmann wieder aufgebaut
Hof Kulbrock zieht nach Marienfeld um

Bielefeld (WB/mp). In der Diskussion um Erhalt oder Nichterhalt des vom Abriss bedrohten Hofgebäudes Kulbrock in Bielefeld-Brackwede gibt es eine unerwartete Entwicklung: Das 234 Jahre alte Fachwerkhaus soll der Nachwelt nun doch erhalten bleiben.

Donnerstag, 18.05.2017, 12:04 Uhr aktualisiert: 18.05.2017, 12:06 Uhr
Hof Kulbrock Foto: Markus Poch
Hof Kulbrock Foto: Markus Poch

Es soll an seinem jetzigen Standort, Von-Möller-Straße 23a, möglichst noch in diesem Jahr abgebaut und in Marienfeld wieder aufgebaut werden. Die Bielefelder Wohnungsbaugesellschaft BGW, eine Tochterfirma der Stadt Bielefeld, hat die zu einem Teil denkmalgeschützte Immobilie überraschend an das dort ansässige Bekleidungsunternehmen Bessmann verschenkt. Firmenchef Volker Bessmann will das historische Gebäude zu einer Einkaufshalle umrüsten und in seine bestehende Fachwerkerlebniswelt integrieren.

Durch die Verlagerung des Hauses kann die BGW ihre ursprünglichen Pläne umsetzen und auf dem 3300 Quadratmeter großen Grundstück in Brackwede zwei Wohnhäuser mit insgesamt bis zu 18 Sozialwohnungen errichten. Nach Bekanntgabe dieser Bebauungspläne hatte es aus der Bevölkerung, der Kommunalpolitik und von Vereinen massive Kritik an den Abrissabsichten der BGW gegeben.

Dass der Hof nun doch erhalten bleiben soll - wenn auch an einem anderen Ort, nennen BGW-Chefin Sabine Kubitza und Unternehmer Volker Bessmann eine »Win-win-win-Situation«, von der neben der Stadt Bielefeld und dem Hause Bessmann auch kulturhistorisch interessierte Brackweder etwas haben.

Mehr lesen Sie am Freitag, 19. Mai, im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Bielefeld.

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