40 Ehrenamtliche ermöglichen Heiligabend im Hauptbahnhof
Die frohe Botschaft gemeinsam erlebbar machen

Bielefeld (WB). Engel und Hirten kommen nicht nur im Weihnachtsevangelium vor. Man wird sie, unterstreicht Dechant Klaus Fussy, an Heiligabend auch im Bielefelder Hauptbahnhof finden. Mit einer riesigen ökumenischen Energieleistung wird es am 24. Dezember ab 18.30 Uhr Gottesdienst und Geborgenheit geben.

Dienstag, 19.12.2017, 16:00 Uhr
Planen gemeinsam die Heiligabend-Feier im Bahnhof (von links): Kapitän Michael Geymeier (Heilsarmee), Ulrich Paus, Marc Korbmacher, Superintendentin Regine Burg, Dechant Klaus Fussy, Wolfgang Bauch und Sozialpfarrer Matthias Blomeier. Foto: Michael Diekmann
Planen gemeinsam die Heiligabend-Feier im Bahnhof (von links): Kapitän Michael Geymeier (Heilsarmee), Ulrich Paus, Marc Korbmacher, Superintendentin Regine Burg, Dechant Klaus Fussy, Wolfgang Bauch und Sozialpfarrer Matthias Blomeier. Foto: Michael Diekmann

Der Heiligabend in der großen Bielefelder Bahnhofshalle ist etwas ganz besonderes. Durchreisende auf dem Weg zu ihrer Familie machen ganz spontan Station, andere Familien erklären diese einzigartige Veranstaltung bewusst zum Treffpunkt ihres persönlichen Heiligabends, für viele Bedürftige und Einsame ist es die einzige Möglichkeit, an diesem Abend ein Stück Geborgenheit zu finden.

Neben der Bahnhofsmission und der Bahn mit Manager Wolfgang Bauch als Hausherr sind die Caritas und die Diakonie, die evangelische und katholische Kirche, Bielefelder Tisch und Sant´Egidio mit im Team, das mit insgesamt mehr als 40 ehrenamtlichen Helfern den Abend vor und hinter den Kulissen ermöglichen möchte. Nach dem ökumenischen Gottesdienst von Dechant Klaus Fussy und Superintendentin Regine Burg mit Posaunenchor und vielen gemeinsam gesungenen Liedern soll es ein Essen für alle Teilnehmer geben. Die Hühnersuppe wird laut Michael Geymeier (Heilsarmee) in diesem Jahr von Rosendahl-Catering beigesteuert.

Weg aus dem Dunkel ins Licht

Im Mittelpunkt der Predigt sollen Engel und Hirten stehen. Hirten waren damals auf dem Felde bei den Herden, erklärt Klaus Fussy, seien also Außenseiter gewesen draußen vor der Stadt. Heute passe dieses Bild der Hirten, der Außenseiter, auf Wohnungslose oder Bedürftige, die ebenfalls außerhalb der Gesellschaft seien. Die Engel von heute, findet der Dechant, seien die Engagierten wie die Mitarbeiter der Bahnhofsmission. Sie ermöglichen damals wie heute den Weg aus dem Dunkel ins Licht. Fussy verbindet die Weihnachtsbotschaft mit dem schlichten Ziel, Menschen einen Raum zu geben, wo sie Mensch sein dürfen. Fussy: »Es gibt viele Menschen im Dunkel. Es ist bedrückend, wie viele Menschen in Altersarmut leben, Flaschen sammeln und in den Resten der Zivilisation stöbern.«

Stolz sind der Dechant und die Superindendentin Regine Burg aber auf die Christen in den vielen Gemeinden der Stadt, die mehr als 1000 Tüten mit Präsenten gepackt haben für die Teilnehmer des Gottesdienstes an Heiligabend. Der gesamte Inhalt ist gespendet. Die Tüten erfreuen sich großer Nachfrage bei den Spendern, werden schon frühzeitig gepackt. Viele ehrenamtliche Helfer sind auch schon am Vorabend des 24. Dezember am Bahnhof und helfen beim Aufbau der Tische und Bänke, aber auch später wieder beim Abbau. Der Gottesdienst im Bahnhof, vor zehn Jahren mit Michael Geymeier und Marcel Bohnenkamp initiiert, steht nach Einschätzung des Kapitäns der Heilsarmee jetzt auf einem starken Fundament. Geymeier: »Toll, dass wir jetzt eine solche Gemeinschaft haben, dass sich Haupt- und Ehrenamt engagieren.«

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