Mi., 21.02.2018

Mehr als 70 Veranstaltungen im März sollen aufklären und sensibilisieren Aktionswochen gegen Rassismus

Das Programm zur Aktionswoche gegen Rassismus haben vorgestellt: (von links) Rabiye Erdogan (Netzwerk rassismuskritischer Arbeit) sowie Leiterin Nilgün Isfendiyar, Emir Ali Sag, Hidayet Tuncer und Laura Wende vom Kommunalen Integrationszentrum Bielefeld.

Das Programm zur Aktionswoche gegen Rassismus haben vorgestellt: (von links) Rabiye Erdogan (Netzwerk rassismuskritischer Arbeit) sowie Leiterin Nilgün Isfendiyar, Emir Ali Sag, Hidayet Tuncer und Laura Wende vom Kommunalen Integrationszentrum Bielefeld. Foto: Bollig

Von Peter Bollig

Bielefeld (WB). In mehr als 70 Veranstaltungen können sich Menschen in Bielefeld im gesamten März informieren und gegen Rassismus positionieren. Das Kommunale Integrationszentrum und das Netzwerk rassismuskritischer Arbeit haben jetzt das umfangreiche Programm zusammengestellt.

Am 1. März beginnen zum dritten Mal die Bielefelder Aktionswochen, die den internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März zu einer ganzen Veranstaltungsreihe ausweiten – und das mit sichtlichem Erfolg, wie Nilgün Isfendiyar, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums, betont.

46 Kooperationspartner sind inzwischen am Programm beteiligt, die Zahl der Veranstaltungen sei ebenso gestiegen wie die der Besucher. Bis zu 360 Besucher waren 2017 bei Vorträgen dabei, Aktionen wie der Anti-Rassismus-Tag am Rudolf-Rempel-Berufskolleg hatten im vergangenen Jahr bis zu 2500 Teilnehmer.

In den Sparten Kultur und Sport, mit Aktionen in Kindergärten und Jugendeinrichtungen, in Vorträgen und Diskussionsrunden sowie einer Ausstellung geht es in diesem Jahr um »Demokratieförderung und ein diskriminierungsfreies Miteinander«. Im ganzen Stadtgebiet sind Lesungen, Konzerte, Poetry Slams, Filmvorführungen, Theaterstücke und Workshops geplant.

Höhepunkt am 21. März

Rassismus, sagt Emir Ali Sag vom Integrationszentrum, sei für viele Menschen kein abstraktes Thema, sondern eine Alltagserfahrung. Dazu zähle, am Eingang von Diskotheken abgewiesen zu werden. Diesem Thema etwa stellt sich der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) am 12. März in der Vortragsveranstaltung »Recht und Rassismus« im Rathaus.

Auftaktveranstaltung ist am 1. März im IBZ ein Vortrag von Julia Mai-Anh Boger über »Alltagsrassismus und gewaltlosen Widerstand«, in dem sie aufzeigt, wie Menschen mit Migrationshintergrund im Alltag mit Vorbehalten und Ablehnung konfrontiert werden und welche Strategien es dagegen gibt.

Herzstück und einer der Höhepunkte der Reihe ist am internationalen Tag gegen Rassismus, 21. März, um 18 Uhr im historischen Saal der Ravensberger Spinnerei die Hauptveranstaltung »Was hat Rassismus mit mir zu tun?«. Darin eingebunden ist ein Theaterworkshop, der szenisch Handlungsmöglichkeiten erprobt, dem Zuschauer bei der Aufführung die Möglichkeit bietet, ins szenische Spiel einzugreifen. Im Anschluss diskutieren Fachleute auf dem Podium, darunter Prof. Dr. Markus End von der Gesellschaft für Antiziganismusforschung, Julia Mai-Anh Boger (Uni Bielefeld), Mariela Georg vom Kommunalen Integrationszentrum Bonn und Dr. Keith Hamaimbo aus dem Welthaus Bielefeld.

Über das Programm informieren eine Broschüre, die im Rathaus und an anderen öffentlichen Stellen ausliegt, sowie eine Internetseite.

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