Sa., 31.03.2018

Einsatz der Bielefelder Polizei Bußgelder und Platzverweise am »Carfreitag«

Die Bielefelder Polizei an Karfreitag im Einsatz.

Die Bielefelder Polizei an Karfreitag im Einsatz. Foto: Mike-Dennis Müller

Bielefeld (WB).  Die Bielefelder Polizei war am so genannten »Carfreitag« im Einsatz. Sie überprüfte Fahrzeuge, leitete Bußgeldverfahren ein und sprach Platzverweise aus.

Bereits am frühen Nachmittag versammelten sich laut Polizei mehr als 200 Fahrzeuge der Tuningszene neben der Autobahn A 2 auf der Raststätte Lipperland-Süd. Dort wurde die Ausfahrt überwacht und auffällige Fahrzeuge näher überprüft.

In Paderborn hatten sich bereits am Donnerstagabend rund 500 Autofans getroffen.

Bei mehreren Pkw war die Betriebserlaubnis durch unzulässige Veränderungen erloschen. Ein polnischer Pkw Opel fiel zunächst mit einem Beleuchtungsmangel auf und wurde angehalten, dann bemerkte der Beamte tiefe Risse in den Hinterreifen mit Sicht bis auf das Drahtgeflecht und Rostschäden. Der Pkw erwies sich nach Sachverständigen-Gutachten als verkehrsunsicher und wurde stillgelegt.

Ein anderer Fahrer stand unter dem Einfluss von Drogen und musste mit zur Blutprobenentnahme. Ein Bußgeldverfahren wurde eingeleitet Die Ansammlung wurde aufgelöst, es wurden 62 Personen des Platzes verwiesen.

Durch starke Präsenz im gesamten Stadtgebiet und an beliebten Treffpunkten der Tuningszene sowie intensive Verkehrskontrollen konnten Störungen durch Autofans und typische Rennaktivitäten laut Polizei weitgehend verhindert werden. Aber auch im Stadtgebiet waren Pkw und Motorräder mit unzulässigen Umbauten unterwegs und wurden von der Polizei überprüft.

Übersicht

Insgesamt wurde an 22 Fahrzeugen das Erlöschen der Betriebserlaubnis festgestellt, davon 19 Pkw und 3 Kräder. Drei Fahrzeuge davon waren infolge der Veränderungen sogar verkehrsunsicher, sodass eine Zwangsstilllegung angeordnet wurde. Diese Fahrzeuge müssen per Verladung abgeholt werden. Neben diesen Kosten und den Kosten für das Gutachten zieht auch das Erlöschen der Betriebserlaubnis jeweils eine Geldbuße und einen Punkt (bei Gefährdungserwartungen) nach sich.

Ein Motorrad erreichte bei der Geräuschmessung sogar 123 dB (A). Der Fahrer fiel damit innerhalb weniger Wochen zum zweiten Male auf.

Viele Kraftfahrer waren trotz der angekündigten Kontrollen mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs, städtische Messfahrzeuge: 215 Fahrzeuge zu schnell, Top-Speed 95 km/h bei zul. 50 km/h

Die Messfahrzeuge der Polizei: 152 Fahrzeuge zu schnell, der schnellste gemessene Pkw war ein Mercedes mit 141 km/h bei zul. 50 km/h auf der Straße ‘Am Wellbach’. Der mutmaßliche Fahrzeugführer hatte erst im Februar seine Fahrerlaubnis zurückerhalten.

Wegen anderer Verstöße wurden noch 19 Fahrzeugführer mit einem Verwarngeld belegt, vier erhalten eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige und zwei sogar eine Strafanzeige wegen Verstößen gegen das Kraftfahrzeugsteuergesetz.

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