Sa., 14.04.2018

Bielefelder Gründer siegen bei NRW-Unternehmer-Wettstreit – Ehrung durch Pinkwart »Zahnarzt-Helden« bestes Start-up

Martin Wertgen (links) und Carsten Janetzky freuen sich über ihren Sieg beim Start-up-Wettkampf in Düsseldorf.

Martin Wertgen (links) und Carsten Janetzky freuen sich über ihren Sieg beim Start-up-Wettkampf in Düsseldorf. Foto: Bernhard Pierel

Von Louis Ruthe

Bielefeld (WB). Das Bielefelder Unternehmen Zahnarzt-Helden ist als bestes Start-up aus Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden. 14 Gründer haben in Düsseldorf um den Titel des »NRW-Start-up-Champions« gekämpft. Jedes Team hatte drei Minuten Zeit, um die Jury und die 300 Zuschauer von sich zu überzeugen.

»Ich hatte nur drei Folien «, sagt Carsten Janetzky, Geschäftsführer des Start-ups. Normalerweise habe er bis zu 30 Folien für einen Vortrag vorbereitet. Doch die drei Minuten seien echt schnell vorbei gegangen. »Unser Thema ist nicht gerade für jeden ansprechend«, sagt er. Denn das Unternehmen habe eine Plattform geschaffen, auf der medizinische Dentalgeräte für Zahnärzte verglichen werden.

»Also musste ich etwas umplanen und habe unseren Teamspirit in den Fokus gestellt«, sagt Carsten Janetzky. Dieser scheint der Jury und den Zuschauern gefallen zu haben. Denn am Ende des Abends sind die Bielefelder mit dem ersten Preis beim Wettkampf »Hub-Battle« ausgezeichnet worden.

»Der Preis ist ein Zeichen, dass unsere Idee zu einem Unternehmen gereift ist«, sagt Mitgründer Martin Wertgen. Bis zu 200 Zahnärzte der Region seien bereits Kunden bei den Gründern. Acht Mitarbeiter entwickeln und arbeiten derzeit für das Start-up. »Ende des Jahres wollen wir ein Team von 20 Mitarbeitern haben«, sagt Carsten Janetzky. Ziel sei es, Europas größter Anbieter-Plattform im Bereich der Dentalgerätschaften zu werden.

Mitte 2017 erstmals an der Idee gearbeitet

Mitte 2017 haben die beiden Gründer Philip Pieper und Carsten Janetzky erstmals an der Idee gearbeitet, den Einkauf von Dentalgeräten zu digitalisieren. Im Rahmen eines Ideenwettbewerbs der Founders Foundation startete das Team unter dem Namen »Underdoc«. »Mein Bruder ist Vertreter für orthopädische Medizinprodukte und hat sich schon häufig über die ineffizienten Abläufe im Vertriebsalltag beschwert«, berichtet Carsten Janetzky. Als klassischer Außendienstler fahre sein Bruder meistens nur »auf gut Glück« zu den Ärzten – das hat mit dem Portal nun ein Ende.

Im November 2017 fanden die beiden Gründer mit Martin Wertgen einen dritten Mitgründer. »Durch die anschließende Aufnahme in das Founders Camp haben wir von deren Wissen und Netzwerk profitiert«, sagt Carsten Janetzky. Am 15. Dezember 2017 konnten die Gründer mit ihrer ersten Website online gehen. Eine Woche später gründete das Trio die Zahnarzt-Helden GmbH.

»Mithilfe eines interaktiven Fragebogens teilen uns die Zahnärzte online mit, was beispielsweise der Behandlungsstuhl oder das Röntgengerät können muss«, sagt Martin Wertgen. Anschließend suche das Team die besten Angebote heraus. Dieser Prozess des Angebotsvergleichs lief bisher nur über den klassischen Vertrieb oder Fachmessen und nahm meist mehrere Monate in Anspruch. »Die Rückmeldung von vielen Zahnärzten ist mehr als positiv«, berichtet er.

Das erste »NRW-Hub-Battle«

Mit ihrer Geschäftsidee haben die Gründer ebenfalls die vierköpfige Jury um Dr. Alex von Frankenberg von High-Tech Gründerfonds, Dr. Peter Güllmann von der NRW-Bank, Tanja Rosendahl von Network Corporate Finance und Marc Ufer, Regionalvorstand West der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, überzeugen können.

Das erste »NRW-Hub-Battle« ist eine Initiative des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Schirmherr ist Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft und Digitalisierung in Nordrhein-Westfalen. »Wir wollen NRW zu einem der besten Standorte für junge und innovative Start-ups in Deutschland und Europa machen«, sagt der Minister. Der erste »NRW-Hub-Battle« sei eine ausgezeichnete Gelegenheit, die besten Geschäftsideen aus allen Regionen des Landes zu präsentieren. »Der Wettkampf zeigt, wie vielfältig und kreativ die Start-up-Szene in Nordrhein-Westfalen bereits ist«, sagt Minister Pinkwart.

Aus den Regionen Aachen, Bonn, Düsseldorf, Köln, Münsterland, dem Ruhrgebiet sowie aus Ostwestfalen reisten 14 Start-ups zu dem Wettbewerb an.

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