Aufwand für Genehmigung verzögert Baustart – Dienstag Spatenstich
Alpenzentrum: Eröffnung erst im nächsten Jahr

Bielefeld (WB). Es soll einmal der Anlaufpunkt für Freunde alpiner Sportarten in Ostwestfalen-Lippe und darüber hinaus werden: das neue Alpenzentrum des Bielefelder Alpenvereins auf dem GAB-Gelände an der Meisenstraße.

Sonntag, 06.05.2018, 04:00 Uhr
Sind startbereit: Volker Wilde (links) und Harry Krämer vor der Baustelle des künftigen Alpenzentrums. Foto: Mike-Dennis Müller
Sind startbereit: Volker Wilde (links) und Harry Krämer vor der Baustelle des künftigen Alpenzentrums. Foto: Mike-Dennis Müller

Geplant sind für mehr als 3,5 Millionen Euro unter anderem zwei Boulderhallen, eine 20 Meter hohe Seilkletterhalle, eine Speedkletterwand und eine naturgetreue Gletschernachbildung in einer künstlichen Felslandschaft.

Doch bis der erste Alpinsportler die Wand hochsteigt, wird es noch dauern. Die geplante Eröffnung zum 29. September, dem Jubiläumstag zum 125-jährigen Bestehen des hiesigen, 3750 Mitglieder starken Alpenvereins, ist vom Tisch. »Wir planen jetzt mit einer Eröffnung zum Februar, März nächsten Jahres«, sagt das für das Alpenzentrum-Betriebskonzept und die Fördermittel zuständige Vorstandsmitglied Volker Wilde.

Dass später als erhofft eröffnet wird, dies liegt nicht an fehlendem Geld, versichern Wilde, Harry Krämer, Projektverantwortlicher für das Alpenzentrum, und Vereinssprecher Daniel Quast. Wilde: »Die Finanzierung steht.« 2,5 Millionen Euro Kredit sollen von der NRW-Bank kommen, ein Zuschuss von 570.000 Euro wird von der Sportförderung des Landes NRW erwartet. Eine halbe Million Euro steuert der Alpenverein Bielefeld aus seinen Rücklagen bei, 240.000 Euro sollen aus München von der Zentrale des Deutschen Alpenvereins überwiesen werden.

Parkplätze sind Pflicht

Die Verschiebung der Eröffnung um ein halbes Jahr liegt nach den Angaben von Wilde, Krämer und Quast an verschiedenen Faktoren. So werde die Baugenehmigung zwar täglich erwartet, liege aber noch nicht vor. Krämer: »Das Bauamt hat uns Hausaufgaben gegeben, denen wir nicht fristgerecht nachkommen konnten.« Zudem sei man verpflichtet, an der Meisenstraße 43 Parkplätze für die Besucher auszuweisen. Eine Auflage, die bei Planungsbeginn kein Thema gewesen sei.

Außerdem geht es um den Brandschutz. »Als die ursprünglichen Planungen gemacht wurden, lag das Brandschutzkonzept noch nicht vor«, erklärt Vorstand Wilde. In der Folge habe man unter anderem Wände umplanen und Statiken verändern müssen, um Fluchtwege zu schaffen. Die ursprünglich vorgesehenen Dachluken hätten nicht den Brandschutzvorgaben entsprochen. Jetzt würden größere, teurere Luken eingebaut. Wilde: »Das Feuerwehramt ist der härteste Verhandlungspartner. Die Feuerwehr will zu Recht das Maximum an Sicherheit herausholen.«

»Wir sind Opfer der Baukonjunktur geworden. Und das in doppelter Hinsicht«, sprechen Wilde und Krämer einen weiteren zentralen Punkt für die Verzögerung an. Weil die Baubranche boome, sei es schwierig, Fachplaner für den Neubau des Alpenzentrums zu finden. Gleichzeitig sei das Bauamt wegen der Vielzahl an neuen Bauanträgen »heillos überlastet«.

Derzeit beziffern die Projektverantwortlichen für das Alpenzentrum die Investitionskosten auf 3,576 Millionen Euro. Aber: »Wir sind betroffen von der aktuellen Baukostensteigerung.« Deswegen wurde bereits die Notbremse gezogen. Die geplante Außenkletterwand ist zurückgestellt, die Speedkletteranlage »steht auf der Kippe«, sagt Harry Krämer. Das Versprechen: »Es wird keine Überschreitung der Baukosten geben.«

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