Di., 08.05.2018

Umleitungen auch für Fußgänger und Radfahrer Brückenarbeiten: Unterführungen ab Dienstagnachmittag dicht

Schillerstraße: Die Absperrgitter stehen bereit, die Umleitungsschilder auch für Fußgänger sind aufgestellt

Schillerstraße: Die Absperrgitter stehen bereit, die Umleitungsschilder auch für Fußgänger sind aufgestellt Foto: Mike-Dennis Müller

Von Burgit Hörttrich

Bielefeld (WB). Eigentlich sollte schon Montag keine Durchfahrt mehr möglich sein unter den beiden Bahnbrücken Schildescher und Schillerstraße . Aber noch floss der Verkehr. Spätestens Dienstagnachmittag nun soll das bis Januar 2020 nicht mehr möglich sein.

»Alle Umleitungsschilder stehen, heute werden die beiden Durchfahrten dicht gemacht«, sagt Hans Martin, stellvertretender Leiter des Amtes für Verkehr. Für die dritte Unterführung Von-der-Recke-Straße gilt das schon seit Wochen. Gilt die Vollsperrung auch bei den beiden anderen Unterführungen, sind nicht nur Autofahrer und die Buslinie 27 betroffen, sondern auch Fußgänger und Radfahrer.

Zwischen Schiller- und Stadtheider Straße wird ein Verbindungsweg für Fußgänger frei gegeben. Autofahrer, die von der Herforder Straße in Richtung Schildesche fahren wollen (oder umgekehrt), werden über die Stadtheider oder die Beckhausstraße umgeleitet, Lastwagen nur über die Beckhausstraße. Die Unterführung Stadtheider Straße hat nur eine Höhe von 3,6 Metern.

Beckhausstraße als Ausweichroute

Die Beckhausstraße gilt auch für die Schildescher Straße als Ausweichroute. Für Fußgänger wird ein Weg durch das Neue Bahnhofsviertel (Joseph-Massolle-Straße) durch den Hauptbahnhof ausgeschildert.

Im Rahmen des Gutachtens für den Verkehrsversuch Jahnplatz hatte Alexander Sillus vom Büro Bondzio Weiser aus Brilon gesagt, dass Autofahrer, die vor der Sperrung die Schildescher Straße plus Unterführung genommen hätten, vermutlich künftig über den Ostwestfalendamm fahren würden. Das seien rund 800 Fahrzeuge pro Stunde.

Von der Wertherstraße und Von-der-Recke-Straße würden pro Stunde 900 Fahrzeuge auf die Stapenhorststraße verlagert. Außerdem kommen die Pendelbusse dazu, die ab Mitte Juni ab Brackwede-Bahnhof im Halbstunden-Takt direkt zur Universität fahren.

Bahnverkehr ab 16. Juni betroffen

Folgen für den Bahnverkehr haben die Brückenarbeiten ab 16. Juni. Bis dahin würden, so Hans Martin, »vorbereitende Arbeiten« laufen. Von Streckensperrungen betroffen sind dann unter anderem die Zuglinien Bielefeld-Paderborn und Bielefeld-Halle-Osnabrück (das WESTFALEN-BLATT berichtete).

Die Deutsche Bahn Netz als Betreiberin der Schienen-Infrastruktur investiert nach eigenen Angaben in die drei neuen Brückenbauwerke einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Die Vorarbeiten hätten rund fünf Jahre gedauert.

Oberbürgermeister Pit Clausen sagte bei der Freigabe der Beckhausstraße, er finde es richtig, dass alle drei Brückenneubauten »in einem Rutsch« und nicht hintereinander errichtet werden: »Dann wäre vor allem der Bahnverkehr von und nach Bielefeld über Jahre hinweg eingeschränkt.«

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