Mi., 23.05.2018

OB geht von breiter politischer Mehrheit für seine Entscheidung aus Clausen will den personellen Wechsel an der Kunsthallen-Spitze

Die Kunsthalle soll von Grund auf saniert werden und nach mindestens 18 Schließungsmonaten 2024 wieder öffnen.

Die Kunsthalle soll von Grund auf saniert werden und nach mindestens 18 Schließungsmonaten 2024 wieder öffnen. Foto: Bernhard Pierel

Von Burgit Hörttrich

Bielefeld (WB). Oberbürgermeister Pit Clausen will eine »personelle Erneuerung« für die Kunsthalle . Gleichzeitig bestätigte er am Dienstag den Bericht im WESTFALEN-BLATT, dass das Gebäude der Kunsthalle grundlegend saniert werden solle und die Vorbereitungs- und Planungsphase vier Jahre dauern werde. Neueröffnung sei dann 2024.

Clausen stellte einen Beschlussvorschlag für Finanz- und Personalausschuss (29. Mai), Hauptausschuss (30. Mai), Betriebsausschuss Immobilien und Rat (beide am 7. Juni) vor, von dem er ausgeht, dass er mit »breiter Mehrheit« von CDU und Paprika-Koalition (SPD, Grünen, Bürgernähe/Piraten) angenommen wird. Dieser Beschlussvorschlag schreibt das Ende des Vertrages mit Kunsthallen-Direktor Dr. Friedrich Meschede zum 31. Dezember 2019 fest. Detlef Werner (CDU), Vertreter der Stadt in der Gesellschafterversammlung der Kunsthalle, wird, so wörtlich, angewiesen, »einem etwaigen Ansinnen auf Verlängerung des bestehenden Geschäftsführerdienstvertrages nicht zuzustimmen.« Eine Begründung für den Wunsch nach Auslaufen des Vertrages von Meschede, der dann 64 ist, nennt Clausen nicht, spricht aber von einem »Neustart mit neuer Führungspersönlichkeit«. Alles laufe nach Recht und Gesetz: »Hier soll keiner vor die Tür gesetzt werden.«

Auch eine Interimslösung vorstellbar

Auch eine Veränderung des Gesellschafterkreises (Stadt, Sparkasse, Pro Bielefeld) solle es derzeit nicht geben. Der Förderkreis Kunsthalle habe Interesse bekundet, man sei aber auch »mit anderen potenziellen Gesellschaftern im Gespräch«. In dieser Frage gebe es keinen Zeitdruck. Gesellschafterstruktur und Finanzausstattung könnten bis spätestens 2023 zurück gestellt werden.

Zum 1. Januar 2020 soll eine neue Geschäftsführung für die Kunsthalle bestellt werden. Vorstellbar sei auch eine Interimslösung etwa während der Umbauphase samt Vor- und Nachbereitungszeit. Die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes sollen aus kommunalen Mitteln finanziert werden. Die Investitionshöhe werde auf zehn Millionen Euro geschätzt. Der Immobilienservicebetrieb (ISB) der Stadt solle, so der OB, »positive Erträge ansparen und das Geld zweckgebunden für die Kunsthallen-Sanierung zurücklegen«.

Die Kunstwerke im Depot des Museums sollen »zeitnah« ausgelagert werden Clausen nennt als Termin bereits den September diesen Jahres. Der Landschaftsverband (LWL) könne Depot-Kapazitäten zur Verfügung stellen. Die Stadt erstatte den zusätzlichen Aufwand für eine »sachgerechte Lagerung«. Langfristig müsse es eine dauerhafte Lösung geben, etwa einen Neubau für die Museen der gesamten Region.

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