Sa., 02.06.2018

Während der Bahnhofssanierung entfällt die Unterführung Langer Weg zum Gleis

Weil die Unterquerung des Brackweder Bahnhofs saniert wird, entfällt die kurze Verbindung für Fußgänger und Radler zwischen Quelle und Brackwede für ein bis 1,5 Jahre. Eine provisorische Überquerung soll den Bahnhof mit den Bahnsteigen verbinden. Diese wird nun aber nicht über Gleis sechs hinaus bis auf die Straße Zu den Lutterquellen (rechts im Bild) geführt.

Weil die Unterquerung des Brackweder Bahnhofs saniert wird, entfällt die kurze Verbindung für Fußgänger und Radler zwischen Quelle und Brackwede für ein bis 1,5 Jahre. Eine provisorische Überquerung soll den Bahnhof mit den Bahnsteigen verbinden. Diese wird nun aber nicht über Gleis sechs hinaus bis auf die Straße Zu den Lutterquellen (rechts im Bild) geführt. Foto: Markus Poch

Brackwede (WB/peb). Wenn von 2019 an die Deutsche Bahn die Bahnsteige samt Treppenanlagen und Unterführung am Brackweder Bahnhof umfassend saniert , entfällt eine wichtige Verbindung für Fußgänger und Radfahrer zwischen Brackwede und Quelle sowie der direkte Weg aus Quelle zu den Gleisen.

Denn für die Bauzeit von ein bis eineinhalb Jahren ist die Gleisunterquerung von der Eisenbahnstraße aus, die sich unter der Straße Zu den Lutterquellen und unter dem OWD zur Osnabrücker Straße fortsetzt, gesperrt. Zwar wird es eine provisorische Personenüberführung geben, über die Fahrgäste von der Eisenbahnstraße aus die Züge erreichen. Die endet aber an Gleis sechs.

Die Bahn hatte der Stadt angeboten, diese Überführung bis zur Straße Zu den Lutterquellen zu verlängern, um eine Anbindung an die OWD-Unterführung der Straße Zu den Lutterquellen zu schaffen und Fußgängern aus Richtung Quelle einen kurzen Weg zu den Gleisen beziehungsweise über die Gleise hinweg in Richtung Hauptstraße zu ermöglichen. Das Amt für Verkehr stellte jetzt aber fest: Diese Verlängerung der Überführung würde 200.000 Euro kosten – Geld, das im Haushaltsplan nicht berücksichtigt sei. Außerdem müsste die Planung für die provisorische Überführung geändert, die Verlängerung beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht und genehmigt werden. Im Amt für Verkehr geht man davon aus, dass die Genehmigung nicht rechtzeitig erteilt, die Verlängerung der Überführung den Baubeginn am Bahnhof verzögern würde. Die Verwaltung empfiehlt der Politik daher, die Verlängerung nicht weiter zu verfolgen.

Das bedeutet: Wer aus Richtung Quelle zum Bahnhof will, muss ohne die Verlängerung der Überführung einen etwa 400 Meter längeren Umweg über Osnabrücker, Gütersloher und Eisenbahnstraße zum Bahnhof in Kauf nehmen. Weil die Überführung nicht barrierefrei ist, käme das auf Radler, Rollstuhlfahrer und Menschen mit Kinderwagen oder Rollator ohnehin zu. Insgesamt ist der Umweg durch den vorübergehenden Wegfall der Bahnhofsunterführung etwa 1,5 Kilometer lang.

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