So., 12.08.2018

Verhandlungen mit der Deutschen Bahn ziehen sich hin Lutter-Grünzug: Statt neuer Wegeverbindung erst neue Spielplätze

Von Burgit Hörttrich

Bielefeld (WB). Sie ist ein Nadelöhr: die Wegeverbindung im Lutter-Grünzug unter der Bahnbrücke. Deshalb sollte der Bereich als Erstes umgestaltet werden. Aber die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn AG ziehen sich hin.

Das sagt Umweltdezernentin Anja Ritschel, die sich gewünscht hätte, den Weg »zeitnah« neu gestalten lassen zu können. Damit Fördermittel nicht verloren gehen, werde deshalb die Anlage von Spielplätzen, zum Beispiel an der Ecke Turner-/Ravensberger Straße und am Niedermühlenhof vorgezogen.

Anja Ritschel wünscht sich möglichst schnell »spürbare Verbesserungen für die Nutzer des Lutter-Grünzuges«. Für die Neugestaltung der Verbindung zwischen der Innenstadt und Heepen kommen finanzielle Mittel aus dem Kommunalinvestitionsfördergesetz (820.000 Euro), aus dem Förderprogramm »Zukunft Stadtgrün« (5,88 Millionen Euro) und – der städtische Anteil – aus dem Nachlass Generotzky. 91 Einzelmaßnahmen seien vorgesehen. Die Führung der Lutter etwa als Bypass vorbei an Stauteich II werde mitfinanziert durch die Förderung aus dem EU-Wasserrahmenrichtlinien-Programm. Die Sanierung der Weser-Lutter, die Offene Lutter und der Luttergrünzug – für Umweltdezernentin Anja Ritschel bilden diese Projekte mit der Vielzahl von Einzelmaßnahmen ein Gesamtkonzept.

Nächster Schritt der Weser-Lutter-Sanierung sei die Ausschreibung für den Bau des Regenrückhaltebeckens an der Ecke Teutoburger-/Ravensberger Straße. Baubeginn solle im Sommer 2019 sein, Anfang kommenden Jahres würden dann dort Bäume gefällt. Anfang 2021, so Anja Ritschel, sei das Becken fertig gestellt; es diene auch als »Puffer« für den Durchfluss des künftigen Lutterkanals zwischen Teutoburger Straße und Walkenmühle.

Lutter-Grünzug liegt zeitlich wie finanziell im Plan

Das Teilstück wird, anders als der erste Bauabschnitt, nicht in offener Bauweise errichtet, sondern mit einem Inliner-Verfahren. Dadurch würde der größte Teil der Platanenallee entlang der Ravensberger Straße erhalten. Und deshalb sei auch das Rückhaltebecken zwingend.

Die Offene Lutter, initiiert vom Verein pro Lutter, werde voraussichtlich 2019/2020 in der Ravensberger Straße zwischen Niederwall und Teutoburger Straße gebaut. Der Verein steuere zehn Prozent der Kosten bei, das Förderprogramm »Zukunft Stadtgrün« stehe für 80 Prozent der Kosten, die Stadt zahle ebenfalls zehn Prozent.

Erst, wenn die Lutter teilweise offen fließe, werde die Oberfläche der Ravensberger Straße wieder hergestellt, so Anja Ritschel. Sie ist überzeugt: »Die Straße wird erheblich an Qualität gewinnen.« Insgesamt lägen Lutter-Grünzug und Weser-Lutter-Sanierung sowohl zeitlich wie finanziell im Plan, sagt die Dezernentin.

Für die Weser-Lutter seien (Stand April 2018) Gesamtkosten von 17,6 Millionen Euro angefallen. Das Regenrückhaltebecken, dessen Fassungsvermögen auf 6000 Kubikmeter verdoppelt worden sei, werde rund neun Millionen Euro kosten. Der zweite Bauabschnitt des Kanals bis zum Stauteich I koste zehn Millionen Euro.

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