Sa., 11.08.2018

In Ostwestfalen-Lippe können Eltern mit Schulanfängern das Busfahren üben 23.000 kostenlose Fahrscheine

Soviel Unterstützung hätten Noah Noel (10) und seine Mutter Isabel Schoeß vermutlich für ihre Fahrt mit dem Eltern-Kind-Ticket gar nicht gebraucht. Dabei waren aber (von links) Roland Landgraf (Mobiel), André Rahmer (Westfalen-Bahn), Annika Fritzlar (OWL Verkehr GmbH), Iris Horstmann (VVOWL) und Busfahrer Alexander Gees.

Soviel Unterstützung hätten Noah Noel (10) und seine Mutter Isabel Schoeß vermutlich für ihre Fahrt mit dem Eltern-Kind-Ticket gar nicht gebraucht. Dabei waren aber (von links) Roland Landgraf (Mobiel), André Rahmer (Westfalen-Bahn), Annika Fritzlar (OWL Verkehr GmbH), Iris Horstmann (VVOWL) und Busfahrer Alexander Gees. Foto: Bernhard Pierel

Von Burgit Hörttrich

Bielefeld/Paderborn (WB). Noah Noel (10) besucht mit Beginn des neuen Schuljahres die Gesamtschule in Bielefeld-Quelle. Von seinem Wohnort nimmt er den Bus »mit einmal Umsteigen« dorthin. Mutter Isabel Schoeß kommt das kostenlose Eltern-Kind-Ticket deshalb gerade recht: »Damit können wir die Fahrt zur Schule üben.«

Seit 2014 gibt es das Eltern-Kind-Ticket, das in Bussen, Stadtbahnen und Nahverkehrszügen in Bielefeld und den Kreisen Herford, Minden-Lübbecke, Lippe und Gütersloh (Netz Teuto OWL) gilt. Im vergangenen Jahr seien 15.000 dieser kostenlosen Fahrscheine ausgegeben worden, in diesem Jahr seien es bereits 16.000. Verteilt worden seien die Tickets, eingebunden in ein Faltblatt mit Infos zum Nahverkehr, über die Schulen. Weitere 7.000 Tickets geben die Verkehrsunternehmen im Hochstift, also in den Kreisen Paderborn und Höxter, an ihre Kunden heraus.

Für Iris Horstmann (Verkehrsverbund OWL) und für Roland Landgraf (Mobiel) steht die Sicherheit im Vordergrund. Kinder, die vorher geübt hätten, wie sie mit Bus und Bahn zur Schule kämen, fühlten sich sicher; dasselbe gelte für die Eltern, die ihre Kinder mit einem sicheren Gefühl auf den Schulweg schicken könnten.

Landgraf empfiehlt Eltern, den Schulweg zwei- oder dreimal gemeinsam mit dem Kind auszutesten. Und auch zu besprechen, wo die »Stopp«-Taste sei, dass man zum Beispiel nicht während der Fahrt an der Bustür stehenbleibe, oder dass Drängeln das Ein- und Aussteigen nicht beschleunige.

Das Eltern-Kind-Ticket ist gültig für eine Hin- und Rückfahrt für ein Kind und einen Erwachsenen als Begleitung zwischen dem 15. August und dem 5. September.

Sollte in der Ferienzeit nicht der passende Bus fahren, können sich die Schüler und ihre Eltern auch eine andere Strecke für ihre Probefahrt innerhalb des Netzes Teuto OWL aussuchen. André Rahmer (Westfalenbahn) sagt, der überwiegende Teil der Schüler nutze Bus oder Stadtbahn, weniger einen Regionalzug.

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