Mo., 13.08.2018

WG »Noch jemand Wein« lockt mehr als 450 Besucher zum Bauernhausmuseum Entspanntes Sommerfestival

Von Sabine Schulze

Bielefeld (WB). Eigentlich lädt die WG »Noch jemand Wein« zu kleinen Konzerten ins heimische Wohnzimmer ein. Nach einem privaten Testlauf im vergangenen Jahr sollte es in diesem Sommer aber im und um das Bauernhausmuseum ein Festival mit fünf Bands sein. Und die Idee kam an: »Super-entspannte Atmosphäre« oder »Liebes Noch-Jemand-Wein-Team, ich bin begeistert von Eurem Event« lauteten Kommentare im ausliegenden Gästebuch, die vielen aus dem Herzen sprachen.

Auf 300 Besucher hatten die Veranstalter der Wohngemeinschaft gehofft, bei 450 hörten sie am Samstag auf zu zählen. »Der Eintritt ist ja eh’ frei, und wir wollen auch etwas davon haben«, erklärte Maik Lehmann. Im »normalen« Leben ist er Soziologiestudent, wie seine Mitbewohner aber musikbegeistert. Mit ihm freuten sich Samira Khodaei, Lena Schekelmann, Rick Davids und Kathrin Henneberger über den Zulauf.

Organisatoren setzen auf heimische Bands

Das Team hatte ein Programm zusammengestellt, das für jeden Musikgeschmack etwas bot: Ruhig ging es mit La Mer Étale los, dann folgte Singer-Songwriterin Luisa Müller mit Partner Tom-Vincent Linde und einem überwiegend deutschen Repertoire. Nach der Pause dann strafte die »Worried Men Skiffle Group« mit ihrer Gute-Laune-Musik und lockeren Kommentaren den Bandnamen Lügen, um von Markus Höhle und Frank Böhle alias »Zweipunktzwei« und elektronischer Musik, Gitarre und wiederum deutschen Texten abgelöst zu werden. Am Ende dann akustische und elektro­nische Rhythmen von den Newcomern von »Fluoxcity«.

Bewusst hatten die Organisatoren auf heimische Bands gesetzt. »So ein Heimspiel ist viel entspannter, weil man dafür nicht weit fahren muss«, freute sich Luisa Müller. Sie tritt sonst kaum in Bielefeld auf, »dafür fehlt hier noch die Kultur.« Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Etabliert sind in Bielefeld dagegen seit Jahrzehnten die »Worried men«, die aber eben nicht besorgt daher kamen, sondern mit tanzbarer Musik wie »Ice cream« oder »Sunny afternoon« das Publikum begeisterten und Füße wippen ließen.

Unterhaltung gab es auch in der Pause: Die Uni-Gruppe »Einime­the« bot im Bauernhausmuseum ein Live-Hörspiel, das Rick Davids eigens für den Tag und den Ort geschrieben hatte: »Die Hochzeit« erzählte von Intrigen um das Erbe eines Bauernhofs, tödlicher Rache und eine Liebe. An den Mikros: Irene Schmidt, Laurin Weggen, Liliana Mendes-Schneebeli und Hans Peters, für den Sound sorgte Johannes Palm. In der Bockwindmühle schließlich regte Isabel Thiele Paredes mit ihrer Kunstinstallation »Gedankenmühle« aus Licht, Schatten und neun Zitaten zum Nachdenken über Wissen, Erkenntnis und Weisheit an.

Kommentare

Großartig!

Das war ein wirklich tolles Festival. Schönes Ambiente, tolle Bands, super organisiert und das Wetter hat auch mitgespielt.
Hoffentlich gibt es eine Neuauflage.

1 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5970183?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F