Mo., 13.08.2018

Drei Projekte im Bau oder geplant – Anfrage für Telekom-Hochhaus Zahl der Hotelbetten in Bielefeld steigt und steigt

Das Telekom-Hochhaus soll zu einem 200-Zimmer-Hotel und Büros umgebaut werden.

Das Telekom-Hochhaus soll zu einem 200-Zimmer-Hotel und Büros umgebaut werden. Foto: Thomas F. Starke

Von Burgit Hörttrich

Bielefeld (WB). Ab 2020 soll am Hauptbahnhof ein Intercity-Hotel mit 190 Zimmern gebaut werden. An der Herforder Straße im »Quartier No. 1« eröffnet im zweiten Quartal 2019 ein Boardinghouse/Hotel mit 126 Zimmern. Und im 18-stöckigen Telekom-Hochhaus ist neben Büros ein weiteres Hotel mit rund 200 Zimmern (400 Betten) geplant.

Die Ladenzeile am Hauptbahnhof wurde an einen Investor, die Deutsche Hospitality und GBI AG, verkauft (das WESTFALEN-BLATT berichtete). Es handelt sich dabei um die vom Empfangsgebäude des Hauptbahnhofs in Richtung Feilenstraße befindliche Fläche, auf der das Intercity-Hotel gebaut werden soll.

Bereits begonnen haben die Arbeiten an der Herforder Straße auf dem 1800 Quadratmeter großen Grundstück neben der Jugendberufsagentur. Die Borchard Group Bielefeld investiert 20 Millionen Euro, Betreiber ist die BD Apartment GmbH mit Sitz in Köln. Nach Berlin ist Bielefeld der zweite Standort für das »Stayery« – so der Name des Hotels/Boardinghouse.

Das Betriebskonzept sieht Zimmerbuchungen sowohl für einen Kurzaufenthalt von ein, zwei Nächten vor, aber auch Langzeitaufenthalte von mehreren Monaten. Zwei der sechs Etagen des Neubaus seien als Büros vorgesehen – als sogenannte »Shared Offices« für Nutzer, die sich gemeinsamen Büroraum und dessen Infrastruktur teilen, vorgesehen. 650 Quadratmeter im Erdgeschoss sollen gastronomisch genutzt werden. Versprochen wird vom Betreiber ein Rundum-sorglos-Paket an 24 Stunden pro Tag und sieben Tagen pro Woche.

10.000 Quadratmeter auf 18 Etagen

Das Telekom-Hochhaus, das vor zwei Jahren von den Brüdern Pinchas und Samuel Schapira als Investoren gekauft worden ist, soll zu einem Hotel- und Bürohaus werden. Eine Bauvoranfrage sei gestellt worden, bestätigt Gregor Moss als zuständiger Dezernent. Er räumt offen ein, dass er es lieber gesehen hätte, wenn die ehemalige Telekom-Immobilie zu einem Wohnhochhaus umgebaut worden wäre, aber: »Rechtliche Mittel, das zu erreichen, gibt es nicht.« Der Bauantrag werde zeitnah bearbeitet.

Das Gebäude mit seinen 10.000 Quadratmetern auf 18 Etagen gilt als »schwierig«, weil es nur 16 Meter schmal ist und es im Inneren einen großen Aufzugs- und Treppenkern gibt. Es soll von Grund auf saniert werden – nur die äußere Form bleibe erhalten.

In Bielefeld gibt es bereits mehr als 4000 Hotelbetten, aber die Nachfrage steigt von Jahr zu Jahr. 2017 wurde mit 705.000 Übernachtungen ein neuer Rekord verzeichnet mit einem Plus von 13,8 Prozent im Vergleich zum Jahr davor. Rund 80 Prozent der Hotelgäste sind Geschäftsreisende.

Zuletzt eröffneten in Bielefeld das B & B-Hotel (Boulevard), Das Légère-Hotel und »Charly’s House«, beides am Neumarkt.

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