Do., 30.08.2018

Komplex kostet 6,5 Millionen Euro und soll 2020 fertig sein – Saal mit 700 Plätzen Uni erhält neues Hörsaalgebäude

Das Hörsaalgebäude entsteht auf einem Grundstück an der Straße Konsequenz.

Das Hörsaalgebäude entsteht auf einem Grundstück an der Straße Konsequenz. Foto: Behet Bondzio Lin

Von Burgit Hörttrich

Bielefeld (WB). Die Universität baut sich ein neues Hörsaalgebäude. »Wir wollten kein Provisorium, während das Audimax saniert wird, sondern haben die Chance genutzt, zusätzlichen Flächenbedarf zu decken«, sagt Uni-Rektor Prof. Dr. Gerhard Sagerer.

Denn die Uni wachse. Grund seien die weiter steigenden Studentenzahlen (zur Zeit 24.000) und die, so Sagerer, größte Personaloffensive der Geschichte der Hochschule«: »Es wurden 40 zusätzliche Professuren geschaffen. Insgesamt geht die Anzahl der Personalstellen nach oben.« Es gebe rund 3000 Stellen beim Personal in Wissenschaft, Technik und Verwaltung.

Neben einem zusätzlichen Bürogebäude an der Straße Konsequenz mit 120 Räumen, das in acht Wochen bezugsfertig sein soll (Baukosten: zehn Millionen Euro) werde mit dem Hörsaalgebäude mehr Raum für die Lehre geschaffen. Der Neubau werde über einen Hörsaal mit 700 Plätzen und drei Seminarräume mit jeweils 60 Plätzen verfügen.

Im Rahmen eines Wettbewerbes seien 14 Entwürfe eingereicht worden, aus denen eine Jury vier Entwürfe ausgewählt hat. Man habe, so Uni-Kanzler Dr. Stephan Becker, auf Basis der Angebote Verhandlungen geführt. Den Zuschlag erhalten habe der Entwurf des Architekturbüros Behet Bondzio Lin aus Münster. Man habe, so Becker, den Entwurf »auf Herz und Nieren geprüft«. Überzeugend gewesen seien »Offenheit und Schnörkellosigkeit«.

Das Audimax könne noch bis Herbst 2019 genutzt werden

Architekt Roland Bondzio erläutert, dass das neue Hörsaalgebäude die Hanglage nutze und architektonisch Elemente der Nachbargebäude aufgreife. Für Atmosphäre sorgten Holz und viel Tageslicht. Ursprünglich war vorgesehen, während der Sanierung des Audimax während des ersten Bauabschnitts der Sanierung des Uni-Hauptgebäudes ein Provisorium zu errichten.

Dieser Behelfsbau, so Sagerer, hätte den Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) 3,75 Millionen Euro gekostet. Die Uni hätte aber, so Becker, auf Dauer keine zusätzlichen Raumkapazitäten gewonnen. Der BLB habe der Uni deshalb die 3,75 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, das weitere Geld käme aus Mitteln des Hochschulsonderprogramms, so dass die Kosten von 6,5 Millionen Euro für das Hörsaalgebäude gestemmt werden könnten. Ende 2018 soll die Baugenehmigung eingereicht werden. Der Baubeginn soll dann 2019 erfolgen, die Fertigstellung ist für 2020 geplant.

Das Audimax könne nach aktuellem Zeitplan noch bis Herbst 2019 genutzt werden. Für die Übergangsphase bis 2020 plane die Universität die Nutzung von Räumen in der Stadt sowie den Einsatz von »eLearning«-Angeboten.

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