Do., 13.09.2018

Beurkundung von Geburten und Sterbefällen dauert derzeit »bis zu zwei Wochen« Lange Wartezeiten im Standesamt

Neues Rathaus in Bielefeld

Neues Rathaus in Bielefeld Foto: Thomas F. Starke

Von Stefan Biestmann

Bielefeld (WB). Wer derzeit im Bielefelder Rathaus einen Sterbefall oder eine Geburt beurkunden lassen möchte, muss Geduld haben. Denn im Standesamt gibt es aktuell längere Wartezeiten. Vorgänge, die sonst innerhalb weniger Tage erledigt waren, nehmen jetzt viel mehr Zeit in Anspruch – »im Extremfall bis zu zwei Wochen«, heißt es aus dem Rathaus.

Der Grund ist nach Angaben der Stadtverwaltung Personalmangel in der Standesamt-Abteilung, die für die Beurkundung von Geburten und Sterbefällen zuständig ist. »Wir bemühen uns, wieder zu schnelleren Bearbeitungszeiten zu kommen«, berichtet Bürgeramtsleiter Volker Fliege auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage. Es seien bereits Mitarbeiter aus anderen Abteilungen des Standesamts sowie Externe zur Unterstützung geholt worden. »Die Einarbeitungsphase läuft jetzt.«

Mehrere Gründe für Personalmangel

Fliege geht davon aus, dass sich die Lage »spätestens im Oktober oder November« wieder deutlich verbessert. Für den Personalmangel gebe es mehrere Gründe: Krankheitsfälle, Schwangerschaft, Wegzug von Mitarbeitern – oder die Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung. »Da kommt einiges zusammen.«.

Fliege betont aber auch, dass ein Standesbeamter »eine besondere Schulung und Qualifikation« benötige. So müssten Anwärter unter anderem eine Akademie in Bad Salzschlirf (Kreis Fulda) besuchen. Es sei zudem für die Stadtverwaltung immer schwieriger, geeignetes Personal zu finden (das WESTFALEN-BLATT berichtete). »Das ist ein grundsätzliches Problem. Auch die Zahl der Bewerbungen wird geringer«, berichtet Fliege.

Immerhin ist Besserung in Sicht. Zwar stehen derzeit in der Standesamtsabteilung für Geburten und Sterbefälle nach Angaben von Fliege 11,6 Stellen im Plan. »Aber drei weitere Stellen wurden bewilligt.«

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