Sa., 15.09.2018

Eisbahn zum Weihnachtsmarkt kommt frühestens 2019 90 Reparaturen in drei Jahren auf dem Klosterplatz

Fehlende Pflastersteine, Stolperfallen: In der Bezirksvertretung Mitte war der Zustand des Klosterplatzes Thema.

Fehlende Pflastersteine, Stolperfallen: In der Bezirksvertretung Mitte war der Zustand des Klosterplatzes Thema. Foto: Thomas F. Starke

Von Burgit Hörttrich

Bielefeld (WB). Der bauliche Zustand des Klosterplatzes ist für Hartmut Meichsner (CDU) ein »Skandal«. Wie die Platzoberfläche aussehe, sei »so nicht mehr hinnehmbar«.

Dabei, versicherte Meichsner in der Bezirksvertretung Mitte, gehe es ihm zum einen um das Erscheinungsbild, zum anderen aber auch um die Sicherheit. Löcher im Pflaster würden mit einer Mischung aus Sand und kleinen Steinen aufgefüllt und würden so zu »Stolperfallen«. Die Verwaltung sei untätig geblieben.

Was diese weit von sich weist. Bezirksmanager Heiko Tobien teilte mit, dass in den vergangenen drei Jahren 90 Einzel-Reparaturmaßnahmen durchgeführt worden seien. Die Verwaltung halte aber im Prinzip nur eine »grundsätzliche Sanierung für zielführend«. Also mindestens eine neue Pflasterung. Die würde mindestens 200.000 Euro kosten, eine Umgestaltung des Klosterplatzes eine Million Euro.

Die ehemalige Parkplatzfläche wurde in den 1980er Jahren umgestaltet. Sie wird seitdem unter anderem als Pausenhof der Klosterschule genutzt und als Ort für den Abendmarkt, für das Sommertheater sowie den Leinewebermarkt. Außengastronomie wurde auf Grund von Anwohnerklagen bereits in den 1990er Jahren von dem Altstadt-Platz verbannt.

Rund um die Eisfläche könnte es Häuschen des Weihnachtsmarktes geben

Meichsner ärgert sich darüber, dass seine Partei bereits im März 2017 eine Anfrage gestellt habe, um zu erfahren, welche »kurz- und mittelfristigen Maßnahmen« für den Klosterplatz vorgesehen seien, aber die Verwaltung bislang keine befriedigende Auskunft gegeben habe: »Es hat sich nichts getan.«

Im Gegensatz zu anderen Plätzen der Stadt, deren Neugestaltung durch Städtebaufördermittel mit bis zu 80 Prozent der Kosten bezuschusst würden (Kesselbrink, Neumarkt), sei der Klosterplatz in keinem einzigen Förderprogramm enthalten.

Mit all’ den Aktionen auch der Bielefeld Marketing GmbH und des Kulturamtes gehe es doch letztendlich darum, den Klosterplatz zu beleben, ihn anziehend zu machen für Bielefelder und Menschen aus der Region.

Eine dieser Maßnahmen: eine Eisbahn auf Zeit während des Bielefelder Weihnachtsmarktes auf dem Klosterplatz.

Die Idee dazu wurde im Frühjahr erneut vom Bielefelder Verkehrsverein aufgegriffen. Martin Knabenreich, Geschäftsführer der Bielefeld Marketing, sagt, dass inzwischen aussichtsreiche Gespräche geführt worden seien. Wegen der Kürze der Zeit sei eine Realisierung einer Eisbahn auf dem Klosterplatz aber beim Weihnachtsmarkt 2018 noch nicht möglich. 2019 könne das dann anders aussehen.

Zweimal gab es eine Eisbahn in der Messe- und Veranstaltungshalle am Hauptbahnhof, die sich finanziell aber nicht getragen habe. Das Eislaufen auf dem Klosterplatz für die rund fünf Weihnachtsmarkt-Wochen wäre nicht kostenfrei, berichtete die Bielefeld Marketing. Rund um die Eisfläche könnte es Verkaufshäuschen des Weihnachtsmarktes geben, die letztendlich den Betrieb auch über ihre Sondernutzungsgebühren mitfinanzieren könnten.

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