So., 16.09.2018

Hersteller vor den Messen und Hausausstellungen in OWL optimistisch Möbelhändler stehen Schlange

Mehr Zeit für die Kunden aus dem Möbelhandel, mehr Raum für die Produkte: Das zeichnet nach Angaben von Prokurist Andreas Seufferle von den Bielefelder Werkstätten OWL-Hausmessen gegenüber internationalen Messen in Köln und Mailand aus.

Mehr Zeit für die Kunden aus dem Möbelhandel, mehr Raum für die Produkte: Das zeichnet nach Angaben von Prokurist Andreas Seufferle von den Bielefelder Werkstätten OWL-Hausmessen gegenüber internationalen Messen in Köln und Mailand aus. Foto: Oliver Schwabe

Von Bernhard Hertlein

Bielefeld (WB). Seit Freitag kreuzen die Vertreter des Möbelhandels wieder durch Ostwestfalen-Lippe. Die Besucher von Küchenmeile, Möbelmeile, Area 30, MOW und vielen großen und kleinen Hausmessen wollen wie jedes Jahr im Herbst sehen, mit welchen neuen Möbeln sie Kunden zum wichtigen Weihnachtsgeschäft in ihre Häuser locken können.

Wie viele es bis Ende der kommenden Woche insgesamt sein werden, ist schwer zu schätzen. Allein Area 30, MOW und die Nobilia-Hausmesse kamen zuletzt jeweils auf eine Zahl zwischen 12.000 und 13.000 Besucher. Doch viele Einkäufer besuchen nicht nur eine Ausstellung.

Bei dem zur JAB-Anstoetz-Gruppe gehörenden Polstermöbelhersteller BW Bielefelder Werkstätten sind die Erwartungen, was die Besucherzahl betrifft, eher zurückhaltend. Von etwa 150 Stammkunden geht Prokurist Andreas Seufferle aus. »Fast alle sind Inhaber mittelständischer Möbelhäuser, die auf ein eigenständiges Angebot angewiesen sind«, erklärt er. Die meisten werden am Sonntag erwartet – wenn ihre Häuser geschlossen sind.

Komplettes Programm

Obwohl BW auch auf den großen internationalen Möbelmessen in Köln und Mailand ausstellt, sei die Hausmesse besonders wichtig, erklärt Seufferle. Zum einen können die Bielefelder im eigenen Showroom das komplette Programm präsentieren. Zum anderen bestehe mehr Zeit für Hintergrundgespräche.

Bedarf, sich über die Branchenentwicklung auszutauschen, gibt es mit Sicherheit. In den vergangenen Jahren haben mehrere Polstermöbelhersteller aufgegeben. Darunter waren zuletzt fränkische Firmen wie Ewald Schillig und CS Schmal, aber auch Gepade in Delbrück. Nach anderen ostwestfälischen Firmen verlagerte zudem auch Frommholz (Spenge) die Herstellung nach Polen. Nicht so die Bielefelder Werkstätten.

Das Geheimnis, so Seufferle, liegt in der individuellen Fertigung: »Losgröße 1 ist bei uns die Normalität.« Zielgruppe für die Stammmarke sind gut situierte Kunden 50 plus. 2006 übernahm BW zusätzlich die Marke IP, die auf modernere Polstermöbel setzt.

Möbel wie Mode

Wie in der Bekleidung erleben auch Möbel, die schon mal in Mode waren, öfter ein Comeback. Dazu gehört Seufferle zufolge der kleine Cocktailsessel, wie er schon in den 1970er Jahren modern gewesen ist. Sehr zufrieden ist BW mit der Nachfrage nach den neu aufgenommenen Polsterstühlen und -bänken für die Essecke.

75 Prozent der Möbel verkaufen die Bielefelder Werkstätten in Deutschland. Von den Auslandsmärkten rangieren die Niederlande an erster Stelle. Das Objetktgeschäft wächst. BW beschäftigt 130 Mitarbeiter. Umsatzzahlen nennt BW nicht. Die JAB-An­stoetz- Gruppe erzielt mit 1400 Beschäftigten 270 Millionen Euro.

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