Der Senner Mike Cacic bringt seine zweite Sorte in den Handel
Dem »Flutlicht« folgt das »Abendrot«

Senne (WB). Sie ist rötlich, naturtrüb und obergärig: Nach einer Entwicklungsphase von zwei Jahren bringt der Senner Einzelhandelskaufmann Mike Cacic mit seiner Ravensberger Brauerei die zweite Biersorte in den Handel. Auf sein helles, herbes »Flutlicht«, das den 30-Jährigen wegen eines Rechtsstreits mit der Wettbewerbszentrale 2017/2018 bundesweit in die Schlagzeilen gebracht hatte , folgt jetzt das dunklere Kellerbier »Abendrot«.

Mittwoch, 17.10.2018, 14:22 Uhr aktualisiert: 17.10.2018, 14:48 Uhr
Der Senner Bierbrauer Mike Cacic. Foto: Mike-Dennis Müller
Der Senner Bierbrauer Mike Cacic. Foto: Mike-Dennis Müller

»Wir haben es seit 2016 immer wieder verändert und verfeinert – mit edlen Malzsorten aus München und diversen Hefen«, erklärt Cacic. Herausgekommen sei »ein Bier für den Feierabend, für die ruhigen Momente im Leben«.

Bis zum Bau seiner eigenen Brauerei in Bielefeld lässt der Jungunternehmer in der Westheimer Brauerei in Marsberg brauen. Dort sind nach seinen Angaben gerade die ersten 8000 Liter »Abendrot« in Flaschen abgefüllt worden. »Superfrisch«, wie er selbst sagt, erhalten zunächst ausgewählte Bielefelder Märkte eine Lieferung.

Der Senner Bierbrauer arbeitet außerdem am Einstieg in den Spirituosenmarkt: Auf Basis des »Flutlicht«-Bieres soll noch 2018 ein Bierbrand auf den Markt kommen. Geplant sei, den klaren Schnaps mit 37 bis 45 Prozent Alkohol von der Haller Brennerei Kisker produzieren zu lassen.

Mike Cacic bleibt unternehmungslustig und optimistisch, obwohl ihn der besagte Rechtsstreit weit zurück geworfen hat. Wie berichtet, hatte ihn die Wettbewerbszentrale verklagt, weil er sein Bier »Bielefelder Flutlicht« genannt hatte, obwohl es von der Schlossbrauerei Rheder (Kreis Höxter) gebraut wurde. Fortan musste er den Brauort auf den Etiketten abdrucken und auch seinen Slogan »Endlich kein Bier mehr aus Herford« unterlassen.

Mike Cacic und sein Bruder Mirko (27), die die Brauerei im Alleingang betreiben, hatten durch den Prozess und dessen Folgen einen geschätzten Schaden von 35.000 Euro. Heute sagen sie: »Den Stress hätte wir uns und unserer Familie gerne erspart.«

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