Di., 23.10.2018

Das Standesamt bietet ab heute den Online-Traukalender Den Hochzeitstermin gibt’s jetzt im Netz

In fünf Schritten zum Termin für die Trauung (von links): Standesamtsleiter Ulrich Domke, der zuständige Rathaus-Dezernent Dr. Udo Witthaus und Cornelia Schütze, Leiterin der Abteilung Eheschließungen, stellen das neue Online-Angebot vor.

In fünf Schritten zum Termin für die Trauung (von links): Standesamtsleiter Ulrich Domke, der zuständige Rathaus-Dezernent Dr. Udo Witthaus und Cornelia Schütze, Leiterin der Abteilung Eheschließungen, stellen das neue Online-Angebot vor. Foto: Thomas F. Strake

Von Michael Schläger

Bielefeld (WB). Per Mausklick heiraten – das funktioniert noch nicht. Doch den Hochzeitstermin bequem von zu Hause aus am Computer oder Tablet reservieren – das geht bei der Stadt Bielefeld ab heute.

Als erstes Standesamt in Ostwestfalen und als eines der ersten Standesämter in NRW bietet das Standesamt Bielefeld nun die Möglichkeit, den Wunschtermin für die Eheschließung übers Internet zu reservieren. »Neben einer Übersicht zu den verfügbaren Terminen gibt es auch Informationen zu den unterschiedlichen Trauorten von der Sparrenburg bis zur Schüco-Arena«, sagt Cornelia Schütze, Leiterin der Abteilung Eheschließungen im Standesamt und maßgeblich an der Entwicklung des neuen Online-Angebots beteiligt. Vorteil für Heiratswillige: Sie können in Ruhe auswählen. Vorteil fürs Amt: Weniger Arbeit mit der Terminplanung.

Wer Nägel mit Köpfen machen will, nach dem Heiratsantrag gleich den Hochzeitstermin festlegen möchte, kann dies in fünf Schritten im Netz tun. Auf der Startseite gibt es allgemeine Infos. Dann kann der Wunschtermin gesucht werden – nach Wochentag oder nach Trauort. Schließlich müssen persönliche Daten eingegeben werden wie Name, Vorname, Anschrift, Familienstand, Geburtsland, Staatsangehörigkeit und E-Mail-Adresse. Im nächsten Schritt wird der Termin fix gemacht, und es gibt eine E-Mail als Bestätigung, die auch Hinweise zum weiteren Vorgehen enthält.

»Der Trend geht eindeutig wieder in Richtung Heiraten.«

Termine können zwischen drei Monaten und einem Jahr im Voraus gebucht werden. Wer schneller unter die Haube möchte, muss sich nach wie vor direkt ans Standesamt wenden.

Die Prüfung der notwendigen Dokumente zur Eheschließung nehme immer das zuständige Wohnsitz-Standesamt vor, betont Standesbeamtin Schütze. Kein Problem, wenn man in Bielefeld gemeldet ist. Dann geschieht dies auch im Bielefelder Standesamt. Wer nur hier heiraten möchte, seinen Wohnsitz aber andernorts hat, muss sich damit an das dortige Standesamt wenden. Die Prüfung ist sechs Monate vor dem Termin möglich.

»Der Trend geht eindeutig wieder in Richtung Heiraten«, meint Cornelia Schütze und verweist auf die aktuellen Zahlen. 1187 Trauungen wurden 2018 bisher vollzogen (Stand: 22. Oktober), etwas mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Darunter befanden sich 31 gleichgeschlechtliche Eheschließungen, die seit gut einem Jahr möglich sind. 55 gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften wurden in eine Ehe umgewandelt.

Sparrenburg als beliebtester Trauort außerhalb des Rathauses

Beliebtester Ort außerhalb des Rathauses, den Bund fürs Leben zu schließen, ist die Sparrenburg. Als besonders stilvoll gilt das Ambiente in der Villa Huelsmann. Dr. Udo Witthaus, zuständiger Rathaus-Dezernent, kündigt an, dass bald mit der Musik- und Kunstschule ein weiterer hinzukommen werde. Im Frühjahr und Sommer wollen – wenig überraschend – die meisten Paare heiraten. Auch zum Jahresende steigt die Nachfrage.

Dort sind 34 Mitarbeiter tätig, trauen nicht nur, sondern beurkunden jährlich rund 4500 Geburten und 4200 Sterbefälle. »Ein zunehmendes Problem ist für uns auch die Klärung von Identitäten und die Überprüfung von Urkunden«, sagt Standesamts-Leiter Ulrich Domke und verweist auf den wachsenden Anteil von Migranten, die Dokumente aus aller Herren Länder vorlegen.

Für den Bereich Eheschließungen sind neun Mitarbeiter zuständig – und die können alle so ihre eigene Geschichten erzählen. Von der Frau, die tatsächlich im entscheidenden Moment »Nein« gesagt hat – und die deshalb mit ihrem Zukünftigen ein zweites Mal antreten musste, auch wenn sie die Absage nicht wirklich ernst gemeint haben wollte. Oder von dem Bräutigam, der die Hochzeit zwar angemeldet, den Termin aber fast verschwitzt hätte.

Hier geht es zum Traukalender.

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