Fr., 26.10.2018

Ehrenamtliche sammeln Lernmaterialien und Ranzen für Kinder in Bielefeld Zehn Jahre »Schulkramkiste«

Die ehrenamtlichen Helferinnen (von links) Lydia Westhoff-Titze, Christa Lehmann, Renate Sürken, Marianne Linnenbrügger, Dörte Sudhölter, Brigitte Breder zusammen mit Oberbürgermeister Pit Clausen.

Die ehrenamtlichen Helferinnen (von links) Lydia Westhoff-Titze, Christa Lehmann, Renate Sürken, Marianne Linnenbrügger, Dörte Sudhölter, Brigitte Breder zusammen mit Oberbürgermeister Pit Clausen. Foto: Marie Schumacher

Von Marie Schumacher

Bielefeld (WB). Für Kinder ist die Einschulung etwas ganz besonderes. Das wissen auch die Helfer der »Schulkramkiste«. Sie setzen sich dafür ein, dass auch Kinder aus Familien mit geringen finanziellen Mitteln einen guten Schulstart erleben.

Organisiert von der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände (AGW) und der Freiwilligenagentur (FWA) Bielefeld sammeln sie Schulmaterialien und verteilen diese kostenlos an Grundschüler.

Bereits seit zehn Jahren engagieren sich die Ehrenamtlichen der »Schulkramkiste«. Jetzt feierten die Organisatoren das langjährige Bestehen der Initiative und ehrten Ehrenamtliche und Unterstützer.

Die Mitglieder der AGW bieten sieben Ausgabestellen, unter anderem vom Deutschen Roten Kreuz, der Arbeiterwohlfahrt und der Diakonie, verteilt in verschiedenen Bielefelder Stadtbezirken. »20 Ehrenamtliche begleiten und organisieren die Spenden, mit viel Liebe und Herz«, sagt FWA-Vorsitzende Richildis Wälter. Zwei sind sogar schon von Anfang an dabei. »Gut 30.000 ehrenamtliche Stunden haben die Helfer geleistet.«

In der Regel setzten Grundschulen eine Liste an Materialien voraus, darunter Hefte und Blöcke, aber auch Zubehör für den Kunstunterricht. Teilweise werden auch Markenartikel gewünscht. Mit Schulranzen, Federmappe und Turnzeug kostet Eltern der Schulstart eines Kindes schätzungsweise 200 Euro. Viel Geld für eine Familie mit begrenztem Haushaltsbudget. »Die Kosten für die Grundausstattung haben sich in zehn Jahren Schulkramkiste nicht grundlegend verändert«, weiß Marc Korbmacher von der Diakonie Bielefeld. »Dafür ist der Bedarf an Förderung stark gestiegen.« Umso bedeutender sei der Einsatz der Ehrenamtlichen.

Auch Oberbürgermeister Pit Clausen und lobte das Projekt, das »auf den ersten Blick überzeugt«. Jeder Dritte in Deutschland betätige sich für einen wohltätigen Zweck, erklärte der Oberbürgermeister. Er hoffe, dass sich viele an der Initiative »Schulkramkiste« ein Beispiel nehmen. Ehrenamtliches Engagement setze ein wichtiges Signal.

Zum Abschluss gab es noch ein Ständchen für die Gäste: Der junge Sänger und Gitarrist Tobi Borgers begeisterte mit seinem »Schulkramkiste«-Lied und sang im Refrain »Alle für Bielefeld«.

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