Mi., 26.09.2018

»Taktgefühle«, der zweite Roman von Anke Schläger, schmökert sich so weg Alte Liebe rostet nicht

Nach »Festtagsgäste« ist »Taktgefühle« der zweite Roman von Anke Schläger.

Nach »Festtagsgäste« ist »Taktgefühle« der zweite Roman von Anke Schläger. Foto: Bernhard Pierel

Von Uta Jostwerner

Bielefeld(WB). Musik ist Trumpf. Nein, hier geht es nicht um die 70er Jahre Musikrevue mit Peter Frankenfeld, sondern um den zweiten Roman der Bielefelder Autorin Anke Schläger.

Ein Jahr nach ihrem erfolgreichen Debütroman »Festtagsgäste« legt die 52-Jährige mit »Taktgefühle« eine Geschichte vor, in der es nur so klingt und swingt. Sie ist im Milieu einer privaten Musikschule angesiedelt. Dort trifft Elke ihren Jugendfreund Walter wieder, den sie kommentarlos verließ, als sie vor 23 Jahren Hals über Kopf ihr Heimatstädtchen Brocke – Pate stand wieder das ostwestfälische Bünde – verließ. Nun stehen sich die beiden plötzlich gegenüber und die alten Gefühle treiben neue Blüten.

Doch leider gibt es noch alte offene Rechnungen und auch neue Differenzen: So veranstaltet Walter, der einst ein berühmter Popstar war, mit seinen Schülerinnen und Schülern einen knallharten Musikwettbewerb. Die Art, wie er dabei seine Schützlinge malträtiert, um sie auf das Haifischbecken des Show-Biz’ vorzubereiten, gefällt Elke gar nicht. Sie nimmt sich ihrerseits der Schüler an und verschafft ihnen Gelegenheit, in einem Tonstudio eine CD mit Cover-Songs bekannter Rock- und Popstücke aufzunehmen. Das und weitere Missverständnisse lassen die beiden Turteltauben immer weiter auseinander driften.

Nebenbei arbeitet Elke im Hofladen der Lütgenhöhners, die Leser der »Festtagsgäste« ja bereits kennen. Oma Herta macht sich Sorgen um Opa Hartmut, der unter beginnender Demenz leidet. Auch hier weiß Elke Rat, indem sie den zunehmend deprimierten Senior mit alten Schlagern von Peter Alexander und Marika Röck vitalisiert.

Famos: Jung und Alt dürfen sich in dem neuen Roman gleichermaßen angesprochen fühlen. »Mir war es wichtig, ein breites Generationenspektrum abzudecken«, erklärt die Autorin, deren Geschichte sorgfältige Recherchen in der Musikszene vorausgingen. Sie bilden unter anderem einen Garant für die lebendige und flotte Sprache, in der auch der neue Roman verfasst ist. »Ich kann nur über etwas schreiben, das ich auch mit eigenen Augen gesehen habe«, sagt Anke Schläger, die wieder geschickt einzelne Handlungsstrenge zu einer stimmigen Geschichte zusammenführt. Einmal angefangen, ist »Taktgefühle« ein Buch, das man nicht eher wieder aus den Händen legen mag, ehe man es durchgelesen hat.

Ein besonderer Service erwartet Leser am Schluss: Sämtliche Musikstücke, die im Roman vorkommen, sind unter dem Titel »Elkes Playlist« aufgelistet. Die Liste gibt es zum Reinhören und Mitsingen bei YouTube und ist über einen Link auf der Homepage der Autorin unter www.anke-schlaeger.com abrufbar. »Das ist Musik, die ich gerne beim Autofahren höre«, plaudert die Autorin aus dem Nähkästchen.

Ihr neuer Roman ist als Taschenbuch im Buchhandel erhältlich sowie als E-Book. Am Mittwoch, 7. November, 18.30 Uhr, liest Anke Schläger bei Thalia aus »Taktgefühle«. Ferner stellt die Autorin ihr Werk auf der Frankfurter Buchmesse am Stand der Selfpublisher vor. Für alle Fans: Die Nummer drei steht in den Startlöchern und wird vermutlich im Frühjahr 2020 erscheinen.

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