Fr., 09.11.2018

Oberbürgermeister lobt Ortwin-Goldbeck-Forum als »gewagt, aber gelungen« Auf der Zielgeraden

Vor dem Neubau des Ortwin-Goldbeck-Forums an der Obernstraße 48 n (von links): OB Pit Clausen, Lena Strothmann, Präsidentin der Handwerkskammer und damit ehemalige Hausherrin, und Stifter Ortwin Goldbeck.

Vor dem Neubau des Ortwin-Goldbeck-Forums an der Obernstraße 48 n (von links): OB Pit Clausen, Lena Strothmann, Präsidentin der Handwerkskammer und damit ehemalige Hausherrin, und Stifter Ortwin Goldbeck. Foto: Mike-Dennis Müller

Von Burgit Hörttrich

Bielefeld (WB). Stifter Ortwin Goldbeck spricht von einer »guten Kombination«. Im neu eröffneten Ortwin-Goldbeck-Forum würden im Neubau junge Kreative tätig sein, der Altbau von 1836 werde zu einem Museum, das dem Bielefelder Künstler Hermann Stenner gewidmet sei: »Er und seine Zeitgenossen haben vor über 100 Jahren eine ähnliche Aufbruchstimmung erzeugt wie die Kreativen der Founders Foundation.«

Die Founders Foundation, die Start-ups unterstützt, hat ihre Räume bezogen, das angrenzende Museum wird am 20. Januar mit der Ausstellung »Hermann Stenner und seine Zeit« eröffnet. Ortwin Goldbeck nutzt die Gelegenheit, vor mehr als 200 Gästen dafür zu werben, das Museumsprojekt finanziell zu unterstützen. Er erinnert daran, dass die Mieterträge des Neubaus der Hermann Stenner gGmbH zufließen, die Villa selbst der Betreibergesellschaft mietfrei zur Verfügung gestellt würde.

Goldbeck wünscht sich einen kulturellen Anziehungspunkt mit Stenner-Museum, Kunsthalle, Skulpturenpark und Kunstverein. Auch Oberbürgermeister Pit Clausen spricht von einer »Bereicherung der Bielefelder Kulturlandschaft« und von einem Begegnungsort: »Das Ortwin-Goldbeck-Forum ist kein Haus, sondern eine Erfolgsgeschichte.« Die Kombination von Alt- und Neubau sei, so Clausen, »gewagt, aber gelungen«.

»In gut zwei Monaten feiern wir auch die Eröffnung des Museums.«

Für Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl trifft mit dem Ortwin-Goldbeck-Forum »Wirtschaft auf Kultur«: »Ein schönes Beispiel für Mäzenatentum.« Etwas für die Stadt tun zu wollen, sei, so Thomann-Stahl, eine »typische Bielefelder Eigenschaft«: »Sie wollen Werte bewahren und Heimat gestalten.«

Pit Clausen wünscht sich vor allem »Leben in der Bude«. Er lobt ausdrücklich, dass das Unternehmen Goldbeck »zeitgerecht geliefert« habe. So sei der flexibel nutzbare Anbau in nur einem Jahr hochgezogen worden.

Ortwin Goldbeck erzählt, dass die Idee, die Villa zu kaufen, eigentlich seine Frau Hildegard gehabt habe: »Am Frühstückstisch.« Er habe schnell handeln müssen, aber schnell auch gemerkt, dass am und im Althaus, der ehemaligen Handwerkskammer, »viel mehr gemacht werden musste als nur ein neuer Anstrich«.

Thomas Niehoff, ehrenamtlicher Vorsitzender der Goldbeck-Stiftung, sieht das Gesamtprojekt »auf der Zielgeraden«: »In gut zwei Monaten feiern wir auch die Eröffnung des Museums.« Jetzt folge nur noch der »Feinschliff«. Ortwin Goldbeck ergänzt: »Es gibt nichts Vergleichbares in der Region.«

Kulturelles Programm

Kulturell auch das Programm im Ortwin Goldbeck Forum: Der Opernchor unter Leitung von Hagen Enke war daran ebenso beteiligt wie Klaus Bertagnolli, Schlagzeuger der Bielefelder Philharmoniker, und das Tanztheater unter Leitung von Simone Sandroni.

Zu den Gästen gehörten unter anderem Alt-Oberbürgermeister Eberhard David, Unternehmer Wolfgang Böllhoff, Intendant Michael Heicks, Christiane Pfitzner, Vorsitzende der Theater- und Konzertfreunde, Michael Fröhlich, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, und dessen Stellvertreter Hagen Reuning, Pastor Ulrich Pohl, Vorstand der von Bodelschwinghschen Stiftungen.

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