Fr., 09.11.2018

Rat stimmt Vereinbarung mit dem DSC zu Stadt erlässt Arminia 1,17 Millionen Schulden

Mit dem Verzicht auf 1,17 Millionen Euro macht die Stadt den Weg frei für den Verkauf der Schüco-Arena an ein Bündnis ostwestfälischer Unternehmen.

Mit dem Verzicht auf 1,17 Millionen Euro macht die Stadt den Weg frei für den Verkauf der Schüco-Arena an ein Bündnis ostwestfälischer Unternehmen. Foto: Thomas F. Starke

Von Michael Schläger

Bielefeld (WB). Der Rat hat am Donnerstagabend mehrheitlich zugestimmt: Die Stadt erlässt dem DSC Arminia Bielefeld 1,17 Millionen Euro Schulden, bekommt dafür den Rest der Verbindlichkeiten in Höhe von 2,23 Millionen Euro erstattet.

Verwaltung und DSC-Geschäftsführung hatten dieses Vorgehen ausgehandelt . Damit leistet die Stadt einen wichtigen Beitrag zur Entschuldung des Zweitligisten. Der Rat sei überzeugt, dass dessen Sanierungskonzept »hinreichend erfolgversprechend« sei, hieß es in einer im Anschluss an die Entscheidung veröffentlichten Erklärung. Die Abstimmung war hinter verschlossenen Türen erfolgt. Auf ein Drittel der Forderungen zu verzichten, sei hinnehmbar, weil andere Gläubiger teils bis zu 80 Prozent des Geldes, das sie Arminia geliehen hätten, abschrieben.

Kern der Arminia-Entschuldung ist der Verkauf der Schüco-Arena an das Bündnis Ostwestfalen. Die Firmen Oetker, Gauselmann, Anstoetz, Böllhoff, Möller, Gildemeister, Bautra und Borchard wollen die Alm übernehmen. Mit im Boot auch die FHO Invest GmbH & Co. KG des früheren Bertelsmann-Chefs Hartmut Ostrowski und Jürgen Budde, Mitgesellschafter des gleichnamigen Anlagenbauers.

Sicherheitsauflagen für den Stadion-Zugang

Am Montag wird das Sanierungskonzept im Rahmen der Hauptversammlung des DSC vorgestellt. Teil der Vereinbarung zwischen Stadt und Verein ist auch, dass das Rathaus einem Verkauf des Erbbaurechts am Westplatz an die künftigen Arena-Eigner zustimmt. Die Fläche wird benötigt, um die Sicherheitsauflagen für den Stadion-Zugang zu erfüllen.

Die Schulden des DSC Arminia setzen sich aus offenen Grund- und Gewerbesteuerforderungen, einem Darlehen des Klinikums Bielefeld über 250.000 Euro, Restbeträgen für den Kauf des Stadiongrundstücks und Sanierungskosten für das Trainingsgelände an der Friedrich-Hagemann-Straße zusammen.

Für die Stadt bedeutet die Vereinbarung, dass auf die aufgelaufenen Stundungszinsen vollständig verzichtet wird sowie auf einen wesentlichen Teil des seinerzeit vom Klinikum gewährten Darlehns. Darüber hinaus wird auf einen kleineren Teil der Forderung aus dem seinerzeit mit dem DSC geschlossenen Grundstückskaufvertrag verzichtet. Bereits im Februar hatte der Rat beschlossen, in eine Bürgschaft in Höhe von 346.000 Euro einzutreten und damit einen Kredit der Volksbank Bielefeld-Gütersloh an den DSC abzulösen.

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